Prozess in München:Schimmel, Mäusekot und tote Schaben

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In der Küche und der Gaststätte des "Mariandl" fanden Kontrolleure unhygienische Zustände vor. (Foto: Robert Haas)

Im "Mariandl" finden Kontrolleure in mehr als 50 Fällen massiv unhygienische Zustände vor, "die bei normal empfindenden Menschen Ekel und Widerwillen ausgelöst hätten". Der Betriebsleiter legt Einspruch gegen den Strafbefehl ein, erscheint aber selbst nicht vor Gericht.

Von Susi Wimmer

Genuss und Prunk verspricht das Café am Beethovenplatz mit dem Hotel Mariandl im denkmalgeschützten Prachtbau aus der Belle Époque. Kassettendecken, Kristallleuchter, "an der Mahagoni-Bar bekommen Sie ihre Zimmerschlüssel", verspricht die Webseite. Allerdings bekommt man dort auch noch ganz anderes: Mäusekot und Mäuse-Urin, tierischen Gestank und schwarze Beläge. Überhaupt fanden die Lebensmittelkontrolleure der Landeshauptstadt im Thekenbereich, in der Gaststätte und in der Küche mehr als 50 massiv unhygienische Zustände, "die bei einem normal empfindenden Menschen Ekel und Widerwillen ausgelöst hätten".

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