Urteil in Münchner Cold Case„Wie eine Sklavin“ gehalten und heimtückisch ermordet

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Die damals 28-jährige Seher Ö. wurde im Jahr 2000 tot in ihrer Wohnung gefunden.
Die damals 28-jährige Seher Ö. wurde im Jahr 2000 tot in ihrer Wohnung gefunden. (Foto: Polizei)

Seher Ö. reicht die Scheidung ein, kurz darauf ist sie tot. Nach 25 Jahren wird ihr Ehemann verurteilt. Der Prozess zeichnet ihr Martyrium nach – von der Zwangsheirat bis zum inszenierten Selbstmord.

Von Susi Wimmer

Der Zuschauerraum im größten Gerichtssaal des Strafjustizzentrums ist rappelvoll, ehemalige Staatsanwälte und Ermittler der Mordkommission sind gekommen, weil sie der Fall nicht losgelassen hat: 25 Jahre nach dem Tod von Seher Ö. hat die 2. Schwurgerichtskammer am Landgericht München I ihren Ehemann Hayati Ö. zu lebenslanger Haft verurteilt. Er habe die 28-Jährige, die sich von ihm getrennt hatte, heimtückisch und aus niederen Beweggründen ermordet. Niedriger, so sagt der Vorsitzende Richter Norbert Riedmann in der Urteilsbegründung, „geht es gar nicht mehr“.

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