Anschlag auf Verdi-Demo in MünchenDer Attentäter entschuldigt sich nicht bei seinen Opfern, er bedankt sich bei der Justiz

Lesezeit: 3 Min.

„Danke für alles, dankeschön“: Der Angeklagte Farhad N. neben seinem Anwalt Ömer Sahinci (re.).
„Danke für alles, dankeschön“: Der Angeklagte Farhad N. neben seinem Anwalt Ömer Sahinci (re.).
Elke Richter/dpa

Im Februar 2025 war Farhad N. mit einem Auto in einen Demonstrationszug der Gewerkschaft Verdi gerast. Eine Frau und ihre kleine Tochter starben. Während seine Verteidiger eine psychische Erkrankung erkennen, wählt der Angeklagte irritierende letzte Worte.

Von Linus Freymark

SZ bei Google bevorzugen

Er hat die ganze Zeit kaum Reaktionen gezeigt. Nicht, als die Krankenschwester erzählt hat, wie sie versuchte, das Leben des kleinen Mädchens zu retten. Nicht, als die Frau berichtet hat, wie sich ihr Bein im Radkasten des Autos verfing, weswegen sie bald schon wieder operiert werden muss. Nicht, als der Mann erzählt hat, wie er abends allein auf dem Sofa plötzlich die Schreie und Geräusche des Attentats wieder in den Ohren hat und erst mal unter dem Sofa nachsieht, ob er wirklich allein ist.

Zur SZ-Startseite

Plädoyer im Terrorprozess am Oberlandesgericht
:„Reue zeigt er offensichtlich nicht“

Farhad N. raste mit seinem Auto in eine Menschenmenge: Im Prozess um den Anschlag auf eine Verdi-Demo im Februar 2025 mit zwei Toten fordert die Bundesanwaltschaft lebenslange Haft. Die Betroffenen und Hinterbliebenen finden emotionale Worte.

Von Linus Freymark

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: