Primo BarEine Bar wie ein Wohnzimmer

Lesezeit: 2 Min.

Marian Myslik (links) und Manu Wolff  betreiben die Primo Bar im Glockenbachviertel gemeinsam.
Marian Myslik (links) und Manu Wolff  betreiben die Primo Bar im Glockenbachviertel gemeinsam. Florian Peljak

In der Primo Bar wird niemand schief angeguckt, wenn mal ein Weinglas runterfällt. Auch sonst geht gemütlich zu. Dazu wird eine kleine, aber feine Auswahl an Neuinterpretationen von Cocktailklassikern serviert.

Von Lisa Torjuul

SZ bei Google bevorzugen

Als ihr Wohnzimmer. So würden viele die Primo Bar bezeichnen, sagt Betreiber Manu Wolff. Und man versteht schnell warum: Sessel oder Sofas gibt es hier zwar nicht, die Cocktailbar, die im Januar in der Reichenbachstraße geöffnet hat, vermittelt trotzdem eine gewisse Gemütlichkeit. Die minimalistisch-rustikale Einrichtung mit Fliesenboden, Wandbögen und dunklem Holz ist in warmes Licht getaucht und hat so etwas von einer Taverne gepaart mit einem gewissen Retro-Flair.

Die Primo Bar solle ein Ort zum Wohlfühlen sein, sagt Wolff, „wo man nicht dumm angeguckt wird, wenn ein Weinglas runterfällt“. Eine entspannte Atmosphäre und entspannte Leute, gute Drinks – mehr braucht es ganz offensichtlich nicht.

An einem Samstagabend einige Monate nach der Eröffnung ist die Bar so gut besucht, dass man sich noch mit Mühe auf die Bank über der Heizung am Fenster quetschen kann; Reservierungen waren schon keine mehr möglich. Jemand hat einen Kuchen mitgebracht, scheinbar wird Geburtstag gefeiert. Welche Musik hier spielt, kommt immer auf den Barkeeper an, der gerade die Spotify-Playlist steuert. Von Reggae über Hip-Hop bis hin zu Soul und Disco ist alles möglich. Am Tag des Besuchs ist die Musik ziemlich groovy und so leise, dass man sich noch gut unterhalten kann.

Es ist eine Cocktailbar „unserem Stil nach“, sagt Wolff: „Weil wir wir sind, haben wir den Laden so gemacht, wie er ist.“ Er meint damit sich und seinen Kollegen Marian Myslik, den er seit mehr als zehn Jahren kennt. Myslik hat ihn damals in der Gastronomie eingelernt – jetzt führen sie die Primo Bar gemeinsam. „Es ist alles DIY im Laden“, erzählt Wolff, sprich selbst gemacht. Das Konzept für die Einrichtung haben die beiden mit Menschen aus ihrem Umfeld entwickelt und selbst umgesetzt. Die Tische stehen auf alten Tischbeinen aus der Wedding Chapel in der Thalkirchnerstraße, das vergangenes Jahr schließen musste.

Die Primo Bar hat auch einen kleinen Schanigarten.
Die Primo Bar hat auch einen kleinen Schanigarten. Florian Peljak
Auf der Karte steht unter anderem ein Primo Spritz mit Rosé, Cassis und Limette (links).
Auf der Karte steht unter anderem ein Primo Spritz mit Rosé, Cassis und Limette (links). Florian Peljak

Der beste Drink laut Wolff, und auch der beliebteste: Der Peach Basil. Eine Abwandlung vom klassischen Basil Smash, mit Pfirsichsirup und -limonade. Die Karte ist gezielt kurz gehalten. Zehn Signaturcocktails haben Wolff und Myslik zusammengestellt. Darunter etwa ein Aperol Margarita, einen Agave Old Fashioned und einige Klassiker, wie Espresso Martini und Mojito. Die Cocktails kosten zwischen 11,50 und 13,50 Euro. Für einen Gin Tonic zahlt man 11 Euro und für den Primo Spritz, eine Spritz-Version mit Roséwein und Cassis, 7,50 Euro. Für den ganz kleinen Hunger gibt es für 4,50 Euro Kettlechips mit schwarzem Pfeffer und leckere grüne Oliven. Dazu kommt ein Tagesangebot.

Wer sich nach einem Drink sehnt, der nicht auf der Karte steht – zum Beispiel einem guten alten Long Island Iced Tea – dem erfüllen die Barkeeper diesen Wunsch gerne, sofern sie die Zutaten da haben.  Wer auf dem Sprung ist, kann die Getränke auch zum Mitnehmen bestellen. Im Sommer möchte die Bar außerdem Isar-Buckets anbieten: eine Weinschorle mit einem Eimerchen Eiswürfel, die man mit ans Wasser nehmen kann. Das klingt herrlich unkompliziert, eben so wie die Primo Bar.

Primo Bar, Reichenbachstraße 33, Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 18 bis 1 Uhr, Freitag 17 bis 2 Uhr, Samstag 13 bis 2 Uhr, Reservierungen laufen über die Website und Instagram.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Luxusgastronomie im Königshof
:Was das Gourmetrestaurant Raya so besonders macht

Der Gastronom Moritz Haake und der frühere Sternekoch Johann Rappenglück wollen nach den Michelin-Sternen greifen. Eine besondere japanische Fine-Dining-Idee verlangt den Gästen des Raya im Königshof einiges ab – Pünktlichkeit zum Beispiel.

SZ PlusVon Astrid Becker

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: