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Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt:In den Farben des Regenbogens

Fußgängerampeln im Zeichen der Vielfalt - hier im Gärtnerplatzviertel - gibt es seit 2015 in München.

(Foto: Robert Haas)

Aktion soll auf die queere Community aufmerksam machen

Bis Ende August sind Großveranstaltungen in Bayern zur Eindämmung von Covid-19-Infektionen untersagt. Davon ist auch die größte Demonstration der Stadt betroffen, der Christopher-Street-Day (CSD) im Juli. Die grün-rosa Fraktion im Bezirksausschuss (BA) hat deshalb einen Antrag initiiert, nach dem die acht Zebrastreifen und Fußgängerüberwege, die zur geplanten Münchner Pride-Week zum CSD in Regenbogenfarben markiert werden sollten, trotz des Ausfalls eingerichtet werden. Ohne CSD entfalle für Tausende Menschen, für Vereine und Einrichtungen der LGBTIQ-Community die größte Plattform, um sich sichtbar zu machen und für Akzeptanz von Vielfalt zu werben, sagt der stellvertretende BA-Vorsitzende Andreas Klose (Rosa Liste). In Regenbogenfarben auf die queere Community aufmerksam machen sollen lauf Beschluss des BA Querungen am Stephansplatz, an der Ecke Westermühl- und Holzstraße und Westermühl- und Klenzestraße, an der Thalkirchnerstraße 48, der Maistraße 37, an der Schwanthalerstraße, am Gärtnerplatz und an der Baaderstraße 13.

Der Bezirksausschuss begrüßte auch, dass die Stadt die "Wiener Ampelmännchen", sechs Fußgängerampeln im Zeichen der Vielfalt, bis auf weiteres belassen möchte, sofern es keine Bedenken zur Verkehrssicherheit gibt. Es sei keine Beschwerde eingegangen, so dass der festen Einrichtung der Ampelmännchen wohl nichts im Wege stehe, hieß es in der Sitzung. Die Ampelmännchen, eigentlich sind es Ampelpärchen, waren im Jahr 2015 erstmals zum CSD für acht Wochen an verschiedenen Ampeln installiert worden, im vergangenen Sommer wurden sie dauerhaft angebracht. Denn die Resonanz der Münchner war überwiegend positiv, und die Verwaltung konnte so den finanziellen und personellen Aufwand durch Montage und Demontage vermeiden.

© SZ vom 30.06.2020 / lo

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