Das Spiel mit Sein und Schein gehört zu den ewigen Themen der Operette. Da heiratet etwa ein verarmter Graf im schönen Paris zum Schein und für viel geschenktes Geld eine Opernsängerin, damit diese sich später standesgemäß von ihm scheiden lassen und einen echten Fürsten heiraten kann. So geschehen 1909 in „Der Graf von Luxemburg“, die der Komponist Franz Lehár selbst einmal „meine lustigste und fescheste Operette“ genannt hat. Die Gegenwart sieht das ein bisschen anders. Die bedingungslose Notwendigkeit einer Ehe ist nicht das Einzige, was am originalen Textbuch inzwischen verschmockt wirkt. Entsprechend selten wird das Stück gespielt, im Gärtnerplatztheater zuletzt 1953.
„Der Graf von Luxemburg“ am GärtnerplatzWie aus einem falschen Grafen ein echter wird
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Die lustigste und fescheste Operette seit langem: Das Gärtnerplatztheater zeigt Franz Lehárs „Der Graf von Luxemburg“ generalüberholt und ohne jede Bräsigkeit.
Kritik von Michael Stallknecht
