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Polizei in München:Vierzehn Streifenwagen rücken an - nachdem einer einen Stinkefinger zeigte

Am Sendlinger-Tor-Platz eskaliert die Situation bei einem Einsatz wegen einer Kleinigkeit. Am Ende rückt die Polizei mit einem Großaufgebot an und greift zum Pfefferspray.

Erst zeigte ein Schüler einem Polizisten am Dienstag gegen Mitternacht im Bereich des Sendlinger-Tor-Platzes den Mittelfinger, danach eskalierte die Situation derart, dass es zu einem Großeinsatz der Polizei mit 14 Streifenwagen und knapp 30 Beamten kam. Der Schüler hatte sich zu der despektierlichen Geste hinreißen lassen, als er mit zwei Freunden an einem Streifenwagen vorbeilief, der auf Grund des Verkehrs anhalten musste.

Als der 19-jährige Schüler kontrolliert wurde, reagierte er laut Polizei "äußerst aggressiv". Nachdem sich dann auch noch dessen Freund einmischte und begann, die Kontrolle zu stören sowie weitere Freunde des 19-Jährigen dazukamen und sich mit diesem solidarisierten, schlug die Stimmung vollends um.

Gegen einen 17- und einen 28-Jährigen setzten die Beamten Pfefferspray ein. Sie wurden leicht verletzt. Vier Personen kamen in Gewahrsam.

© SZ vom 09.09.2020

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