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Polizei:Arbeitsplatz mit Vergangenheit

Seit 2013 Münchens Polizeipräsident: Hubertus Andrä.

Seit 2013 Münchens Polizeipräsident: Hubertus Andrä.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Am Schreibtisch des Münchner Polizeipräsidenten Hubertus Andrä soll schon SS-Führer Heinrich Himmler gesessen haben. Trotzdem wird der Raum in diesem Zustand erhalten - "als Teil unserer Erinnerung und Mahnung". Ein Besuch.

Zum Büro des Münchner Polizeipräsidenten führen fünf Türen, aber wir betreten es durch eine sechste. Die ist normalerweise gar nicht da, verdeckt hinter der Holzvertäfelung. Aber im Gebäude in der Ettstraße wird gerade gebaut: Eine neue Brandschutzmauer wird eingezogen, die reicht vom Keller bis unters Dach und geht mitten durch das Vorzimmer des Chefs. Bis alles fertig ist, musste seine Sekretärin umziehen. Und sie haben dem Chef ein Schild ausgedruckt und an die Interimstüre geklebt: "Ausgang" steht in großen Buchstaben drauf. "Das ist eine Maßnahme gegen die Macht der Gewohnheit", erklärt Hubertus Andrä. Sie soll verhindern, dass Kollegen immer gegen die alte Ausgangstüre rennen, "einschließlich ich selbst", gibt der 63-Jährige zu.

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