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Polizei in München:Frau sticht in Notunterkunft auf Mitbewohner ein

Der Mann habe sie zuvor angegriffen und gewürgt, gab die Frau bei ihrer Vernehmung an. Gegen sie läuft ein Ermittlungsverfahren, es erging jedoch kein Haftbefehl.

Eine Auseinandersetzung in einer Notunterkunft endete am Mittwochabend für einen 49-Jährigen im Krankenhaus. Gegen 23.20 Uhr stach eine 45-jährige Münchnerin ein Messer in den Oberkörper des Mannes, nachdem die beiden Bewohner sich zuvor gestritten hatten. Sie habe sich gewehrt, weil der Mann sie geschlagen und gewürgt haben soll, gab die 45-Jährige der Polizei bei der Vernehmung an.

Nach dem Angriff informierte sie den Sicherheitsdienst, der die Polizei rief. Der 49-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht, es habe potenzielle Lebensgefahr bestanden. Die Frau wurde ebenfalls ambulant behandelt. Die Staatsanwaltschaft wertet den Sachverhalt als gefährliche Körperverletzung, es erging kein Haftbefehl. Inwieweit der Stich durch Notwehr gerechtfertigt war, müsse durch weitere Ermittlungen geklärt werden, so die Polizei.

© SZ vom 30.05.2020 / kel/lfr

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