Ex-Mordermittler schreibt BuchEr weiß, was „true crime“ wirklich ist

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Helmut Eigner ging es immer um die Opfer. Ihnen wollte er eine Stimme geben.
Helmut Eigner ging es immer um die Opfer. Ihnen wollte er eine Stimme geben. Laura Pfaehler/blende11 Fotografen

Helmut Eigner war der Mister Cold Case der Münchner Mordkommission. Nach 30 Jahren als Ermittler schrieb er ein Buch über ungeklärte Fälle. Manche lassen ihn bis heute nicht los. Welche Rolle einmal ein paar alte Herrenschuhe spielten.

Von Susi Wimmer

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Immer wenn Helmut Eigner in den fensterlosen „Mordkeller“ ging, konnte es sein, dass die Kollegen in den oberen Stockwerken schon eine Vermisstenanzeige aufgeben wollten, weil er ewig nicht mehr auftauchte. So erzählt man es sich zumindest frotzelnd. Denn im Keller, da lagerten die Leichen, im übertragenen Sinn: Frauen, Männer, Kinder, die einem bis dato ungeklärten Verbrechen zum Opfer gefallen waren – Schicksale zwischen Aktendeckeln gepresst und archiviert. Den Opfern wollte Helmut Eigner wieder eine Stimme geben. Am besten allen. 30 Jahre lang jagte Eigner in München als Mordermittler Verbrecher, ausdauernd, akribisch, und „nebenbei“ hat er die sogenannten Altfälle zu seinem Spezialgebiet erklärt. Jetzt hat der gerade pensionierte „Mr. Cold Case“ ein Buch geschrieben, ausdauernd, akribisch – und einzigartig.

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