Mindestens fünf Taten ermitteltPolizei fasst Einbrecher-Duo bei Zufallskontrolle

Die Männer hatten unter anderem Brecheisen dabei, als die Polizei sie kontrollierte (Symbolbild).
Die Männer hatten unter anderem Brecheisen dabei, als die Polizei sie kontrollierte (Symbolbild). (Foto: Silas Stein/dpa)

Die Polizei überprüft die beiden Männer in der Sonnenstraße und findet in ihren Rucksäcken: Wertgegenstände, Handschuhe und Brecheisen.

Von Stephan Handel

„Zwei Hochkaräter“, so ein Sprecher, sind der Polizei bei einer Zufallskontrolle am vergangenen Donnerstag ins Netz gegangen. Eine Streife wollte die beiden Männer, die sich kurz darauf als Einbrecher herausstellten, am frühen Abend in der Sonnenstraße kontrollieren.

Sie hatten Rucksäcke dabei, in denen sich Brecheisen, Handschuhe und anderes Einbruchswerkzeug fand, außerdem Uhren und Schmuck. Die Männer, 40 und 35 Jahre alt, wurden auf eine Dienststelle gebracht. Der 40-Jährige, in dessen Rucksack sich die Wertgegenstände befunden hatten, wurde vorläufig festgenommen, sein Begleiter zunächst freigelassen.

Am Freitagmorgen meldeten Bewohner einen Einbruch in eine Doppelhaushälfte in Hadern. Videoaufzeichnungen zeigten, dass die Einbrecher die zwei Männer aus der Sonnenstraße waren. Sie hatten den Einbruch offensichtlich am Donnerstagnachmittag begangen und wurden direkt danach kontrolliert. Erbeutet hatten sie Schmuck und Bargeld im Wert von mehreren Tausend Euro. Nun erließ ein Richter Haftbefehl gegen beide.

Während der eine Täter schon in der Haftanstalt des Polizeipräsidiums saß, wurde der Jüngere am Samstag kurz nach Mitternacht in seiner Wohnung in Milbertshofen festgenommen. Der 40-Jährige war schon mehrfach wegen Eigentumsdelikten aufgefallen, der 35-Jährige zudem wegen Körperverletzungen. Jetzt sitzen beide in Untersuchungshaft.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass dem Duo neben dem Einbruch in Hadern weitere Taten zugeordnet werden konnten: Zwischen dem 1. und dem 18. Dezember sollen sie Einbrüche in Feldmoching, Freimann, Obergiesing und Bogenhausen begangen haben. Der Gesamtschaden liegt bei mehr als 20 000 Euro. Ob sie auch noch für weitere Taten verantwortlich sind, wird jetzt geprüft.

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