Falsche Polizisten, falsche Versprechen:Telefonbetrüger erbeuten 80 000 Euro

Mindestens 80 000 Euro haben Telefonbetrüger in den vergangenen Tagen bei älteren Münchnerinnen und Münchnern erbeutet. Sie bedienten sich dabei zweier altbekannter Maschen: dem Trick mit den falschen Polizeibeamten, die angeblich einer Einbrecherbande auf der Spur sind, und dem frei erfundenen Gewinnversprechen. "Wenn Sie nicht an einer Lotterie teilgenommen haben, können Sie auch nichts gewonnen haben!", warnen die Experten der Arbeitsgruppe "Phänomene" bei der Münchner Polizei. Eine hoch betagte Münchnerin aus Bogenhausen konnten Anrufer mehr als zwei Monate lang dennoch mit immer neuen Versprechen ködern. Um ihren Gewinn zu bekommen, müsse sie jedoch vorab diverse Gebühren entrichten. Die über 80-Jährige schickte schon im November Bargeld an einen angeblichen Rechtsanwalt per Post. Zudem kaufte sie mehrmals Geschenkkarten und teilte den Anrufern telefonisch die Kartennummern mit. Als sie am Dienstag erneut Geschenkkarten in einem Geschäft kaufen wollte, schöpfte der Verkäufer Verdacht. Die Frau verständigte endlich die Polizei - doch mehr als 50 000 Euro waren da schon weg. In zwei weiteren Fällen aus Solln und Schwabing überließen zwei Seniorinnen Abholern, die angeblich von der Polizei zu ihr geschickt wurden, Tausende Euro. 53 solcher Betrugsversuche sind der Münchner Polizei allein seit Freitag bekannt geworden.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB