Eine neue Halle, ein saniertes Stadion für die Löwen, mehr Orte zum Schwimmen - die Ziele der Koalition für die Bereiche Sport und Freizeit sind in weite Ferne gerückt. Bereits vor zwei Jahren hat der Stadtrat zwar beschlossen, für 77 Millionen Euro das Grünwalder Stadion wieder zweitligatauglich herzurichten. Geschehen ist danach nichts, was aber nicht der grün-roten Koalition anzulasten ist.
Zum einen kann man mit den Arbeiten im Grünwalder Stadion erst 2027 anfangen, wenn die Sanierung des Olympiastadions beendet ist; das ist nämlich als Ausweichspielplatz vorgesehen. Zum anderen fehlt die geforderte Zusage des TSV 1860, die Giesinger Arena langfristig zu bespielen. Die klubinternen Querelen hemmen jeden Fortschritt.
Ganz zu den Akten gelegt ist eine mittelgroße Halle für (Rand-)Sportarten wie Hand- oder Volleyball mit einer Zuschauerkapazität von mindestens 2500. Der Bau steht zwar im Koalitionsvertrag, aktuell sieht das Referat für Bildung und Sport aber keinen Bedarf. Entsprechende Erstligisten sind in der Stadt nicht in Sicht, zudem sind in der alten Rudi-Sedlmayer-Halle und der neuen Multifunktionshalle im Olympiapark genug Kapazitäten vorhanden. Auf lange Sicht könnte an der Stelle des ausrangierten Eisstadions eine neue Halle entstehen.
Und wer gehofft hatte, bald schöner oder überhaupt baden gehen zu können, muss sich gedulden: Nicht alles, was beschlossen ist, lässt sich schnell verwirklichen. So wird der Umbau des Familienbads im Forstenrieder Park mit einer größeren Wasserfläche jedenfalls nicht mehr in dieser Amtsperiode des Stadtrats vollendet.
Und der neue Badesee im Münchner Westen, zwischen dem Neubaugebiet Freiham und der Gemeinde Gräfelfing, harrt noch seiner Entstehung. Im Sommer 2023 hat die Rathauskoalition das Projekt in die Wege geleitet. Bis man dort schwimmen kann, wird es wohl noch zehn Jahre dauern.
Und wie steht es um die anderen Pläne der Rathaus-Koalition, etwa beim Verkehr, Wohnen oder in der Wirtschaft? Klicken Sie sich durch den München-Tracker:

