„Das Leben ist Leiden.“ So lautet die erste der vier edlen Wahrheiten des Buddhismus. Heinrich Schoeneich teilt diese Erkenntnis, hat sie erst vor einigen Wochen in der Präsentation seines Berichts beim Jahrestreffen des humanitären Chirurgen-Vereins Interplast in Bad Kreuznach zitiert. Kein Wunder, denn der Chirurg aus München – graues, locker nach hinten gekämmtes Haar, grauer Bart – hat bei seinen zahlreichen Einsätzen sehr viele leidende Menschen gesehen. In Ländern im globalen Süden, in Kriegsgebieten. Man könnte meinen, jemanden, der das Leid der Welt als Tatsache akzeptiert hat, könne nichts mehr schrecken. Aber das täuscht.
Chirurg Heinrich Schoeneich„In das Gesicht von Eltern zu blicken, die über das Ergebnis einer Operation staunen, tut einfach gut“
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Der Münchner Chirurg Heinrich Schoeneich operiert seit Jahrzehnten in Ländern im globalen Süden, vor allem Kinder. Er hat schlimmste Verletzungen gesehen. Was macht das mit ihm?
Von David Scheidler
