Erneuerbare Energien:München plant massiven Ausbau von Photovoltaik-Anlagen

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Grün-Rot will die Zahl der geplanten Anlagen auf städtischen Dächern verdoppeln. Neben öffentlichen Eigentümern sollen auch private Immobilienbesitzer stärker zum Ausbau ermutigt werden.

Von Heiner Effern

Die Koalition aus Grünen/Rosa Liste und SPD/Volt will den geplanten oder schon laufenden Bau von Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Dächern verdoppeln. In der Begründung der entsprechenden Anträge räumen die Regierungsfraktionen ein, dass das Potenzial für Sonnenenergie in München bisher viel zu wenig genutzt wird. Zuletzt hatte die ÖDP die Grünen und die SPD im Stadtrat deswegen scharf gerügt und ihnen Versagen vorgeworfen.

Das Referat für Bildung und Sport, das Baureferat und die städtischen Wohnungsbaugesellschaften sollen nun als erstes darlegen, wo und wie viel Photovoltaik sie derzeit planen oder schon bauen. In einem zweiten Schritt sollen sie dann die Kapazität dieser Anlagen möglichst massiv erweitern. Insgesamt legt die Koalition auf Initiative der Grünen ein Paket von vier Anträgen vor, mit dem sie Fortschritte und auch eine Beschleunigung bei der Produktion erneuerbarer Energie erreichen will.

Die Stadt muss ihrer Ansicht nach auch private Immobilienbesitzer mehr ermutigen, in Solarstrom zu investieren. Dafür will die Koalition Schwankungen bei der Förderung durch den Bund künftig finanziell ausgleichen. Neben den Dächern von kommunalen Wohnungen, Schulen und Kitas sollen auch möglichst viele soziale Einrichtungen auf ihr Potenzial für Photovoltaik untersucht werden. Dabei will die Stadt auch Träger, die oft hohe Zuschüsse von der öffentlichen Hand erhalten, für Sonnenenergie gewinnen. Bei der Umsetzung soll es nicht nur um große Flächen gehen, sondern auch um sogenannte Balkon-Solaranlagen.

Nicht zuletzt sollen die Stadtwerke prüfen, ob auf der Basis des neuen Bundesgesetzes für die Windkraft auch auf diese Weise mehr saubere Energie in der Stadt und der Region zu erwirtschaften sei. Bisher betreibt die kommunale Tochter auf Münchner Gebiet die zwei Windräder in Fröttmaning. Weitere Möglichkeiten im nahen Umfeld sahen die Stadtwerke wegen der strengen Vorgaben in Bayern bisher nicht. Die Grünen hoffen mit dem eben verabschiedeten Bundesgesetz auf "völlig neue Chancen" und wollen diese auch nutzen.

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