„Liebe zur Weisheit“ – das ist es, was das altgriechische Wort philosophía übersetzt bedeutet. An der Hochschule für Philosophie, einer der kleinsten Hochschulen der Stadt, ist der Name Programm. Rund 500 Studierende diskutieren dort über weltanschauliche, gesellschaftliche und ethische Fragen, vom Bachelorstudiengang bis zur Promotion. Träger der Hochschule ist der Jesuitenorden, was jedoch keinerlei Auswirkungen auf die Auswahl der Studierenden hat. Die vom Freistaat mitfinanzierte und geförderte Hochschule, wurde 1925 als Berchmanskolleg in Pullach gegründet und feiert somit heuer ihr 100-jähriges Bestehen. Johannes Wallacher ist seit 2006 Professor für Sozialwissenschaften und Wirtschaftsethik an der Hochschule. Seit 2011 agiert der 59-Jährige zudem als Präsident.
100 Jahre Hochschule für Philosophie in MünchenWas bringt es, heute noch Philosophie zu studieren?
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Philosophie als schöngeistiger Zeitvertreib? Wenn man sie ernsthaft betreibt, sagt Johannes Wallacher, sei Philosophie nicht einfacher als Mathematik.
Veam/Imago/Westend61Ein Vorurteil lautet: Wer sich für das Fach einschreibt, hat keinen Plan für die Zukunft. Der Münchner Professor Johannes Wallacher widerspricht und erklärt, warum Philosophie das Leben besser und den Umgang mit KI humaner machen kann – und warum sie gar nicht so leicht zu studieren ist.
Interview von Katharina Haase
