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München:Petition fällt durch

Landtags-Ausschuss lehnt das Gesuch "Rettet unsere Bäume" ab

Immer wieder müssten schützenswerte Bäume Neubauten weichen, bemängeln Münchner Naturschützer. Zuletzt rief zum Beispiel eine Buche an der Pasinger Pfeivestlstraße Baumschützer auf den Plan. Mit der Landtagspetition "Rettet unsere Bäume" wollte Initiatorin Verena Heyse dieses Problem grundlegend angehen. Online unterschrieben mehr als 1300 Menschen, aber unter den Abgeordneten fanden sich nicht genügend Unterstützer. Der Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz hat die Petition abgelehnt.

Darin hatte Heyse gefordert, das Baurecht zu ändern. Bisher gelte die Maxime "Baurecht vor Baumrecht". Das sei umzudrehen, sodass "unter dem Gesichtspunkt der veränderten klimatischen Verhältnisse" Bäume mehr Schutz genießen. Ebenso sollten Ausgleichszahlungen für Baumfällungen, die ein Investor zu zahlen hat, wenn er Bäume fällt, erhöht werden, forderte Heyse in der Petition. Illegale Fällungen seien zudem strenger zu ahnden, mit "drastischen Bußgeldern, gegebenenfalls Haftstrafen". Damit die Behörden all das besser überwachen können, sollte ferner mehr Personal in den Unteren Naturschutzbehörden der Kommunen arbeiten.

© SZ vom 27.02.2020 / kors
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