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Pasing:Bäume versus Parkraum

Schon mehrfach machte sich wie hier 2017 Green City mit seiner Wanderbaumallee nach Pasing auf.

(Foto: Robert Haas)

Politiker sollen erklären, wie viele Stellplätze entbehrlich sind

Von Jutta Czeguhn

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. In der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses Pasing-Obermenzing hatte eine Abordnung von Green City dem Gremium eine Liste mit 230 Unterschriften übergeben. So viele Bürgerinnen und Bürger unterstützen die Forderung der Organisation, entlang der Gräfstraße zwischen Planegger Straße und Josef-Retzer-Straße auf der nördlichen Straßenseite möglichst viele Bäume zu pflanzen. Im vergangenen Sommer hatte Green City dort über mehrere Wochen eine so genannte Wanderbaum-Allee aufgestellt. Die Stadtteilpolitiker stellten sich hinter das Anliegen und reichten einen entsprechenden Antrag beim Baureferat ein.

Die Antwort liegt nun also vor und ist zumindest nicht ablehnend. Man werde bei einer künftigen Sanierung der Gräfstraße versuchen, den Wunsch des Gremiums und der Bürgerschaft zu erfüllen. Allerdings, so betont das Referat, werde das nicht ohne den Verlust von Stellplätzen zu realisieren sein. Die Gräfstraße sei in diesem Anschnitt etwa 470 Meter lang, die vorhandenen Gehbahnen circa drei Meter breit. Beidseitig der Fahrbahn werde dort in abmarkierten Bereichen auf der gesamten Länge in Längsaufstellung geparkt. Unter Berücksichtigung der vorhandenen Spartenlage hält das Baureferat die nördliche Fahrbahnseite grundsätzlich geeignet für Baumpflanzungen. Allerdings könnte dies nur in den vorhandenen Parkbuchten geschehen - was zur Folge hätte, dass pro Baumstandort circa zwei Parkplätze entfallen würden. Auch das Planungsreferat gibt dazu seinen Kommentar: Es spreche zwar grundsätzlich nichts gegen Baumreihen in dem Bereich, allerdings würden Stellplätze dort nach wie vor dringend benötigt angesichts der Verdichtung der vergangenen Jahre in diesem Pasinger Siedlungsbereich. Der Ball ist nun also wieder im Feld des Bezirksausschusses: Er soll kundtun, wie viele Stellplätze in der Gräfstraße entbehrlich wären.

© SZ vom 26.11.2020
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