Weil ein tonnenschweres Bauteil ins Kippen gekommen war, ist am Mittwochabend ein Teil des Pasinger Bahnhofs im Münchner Westen vorübergehend gesperrt und evakuiert worden. Das meldete die Münchner Berufsfeuerwehr am Donnerstag. Der Pasinger Bahnhof gehört mit rund 100 000 Fahrgästen pro Tag zu den größten Eisenbahnknotenpunkten in Bayern.
Laut Feuerwehr geriet in der Josef-Felder-Straße kurz vor 18 Uhr ein etwa 20 Tonnen schwerer Bewehrungskorb, eine vorgefertigte Konstruktion aus Baustahl, in Schieflage, nachdem sich eine Kettenseite gelöst hatte. Warum, ist bislang unklar. Da sich das Malheur in etwa 10 bis 15 Metern Höhe abspielte, wurde die Feuerwehr gerufen.
Der Einsatzleiter ordnete zunächst die teilweise Räumung des Bahnhofs an. Die Straße, an der die Bauarbeiten stattfinden, die sogenannte Pasinger Nordumgehung, trennt das Bahnhofsgebäude von den Gleisanlagen. Erst als sichergestellt war, dass sich keine Personen mehr in dem Gebäudeteil aufhielten, konnten die zweistündigen Sicherungsarbeiten beginnen.

