Angriff in einem Schnellrestaurant:Zwei Menschen in Pasing verletzt - Polizei vermutet islamfeindlichen Hintergrund

Die Bundespolizei kann den 36-Jährigen am Pasinger Bahnhofsvorplatz festnehmen (Symbolfoto). (Foto: Alessandra Schellnegger)

Ein 36-Jähriger attackiert eine Bahnmitarbeiterin und ihren Kollegen. Als die Polizei ihn festnimmt, verletzt der Mann zudem einen Beamten.

Ein alkoholisierter 36-Jähriger soll in einem Schnellrestaurant im Pasinger Bahnhof in München zwei Menschen beleidigt, angegriffen und verletzt haben. Weil die Beleidigungen einen „religiösen Hintergrund“ hatten, gehen die Ermittler bei der Tat am Montag von einem islamfeindlichen Hintergrund aus, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Dienstag.

Der Mann habe einer 30-jährigen Bahn-Mitarbeiterin zunächst gegen die Schulter geschlagen und sich dann neben sie gesetzt, heißt es in einer Mitteilung der Behörde. Als die türkische Staatsangehörige und ihr irakischer Kollege aufstanden, soll er dem 54-Jährigen auf den Rücken und mit der Faust ins Gesicht geschlagen sowie ihn gewürgt haben. Außerdem habe er die beiden mit dem Leben bedroht, als sie sich in einen Mitarbeiterraum flüchteten.

Der 36-Jährige versuchte, vor der alarmierten Bundespolizei zu flüchten. Ein Polizist nahm ihn am Bahnhofsvorplatz vorläufig fest und wurde dabei ebenfalls verletzt. Bei dem Tatverdächtigen wurde ein Atemalkoholwert von 3,8 Promille festgestellt. Vor dem Vorfall im Schnellrestaurant soll der Mann zudem im Supermarkt am Pasinger Bahnhof einen Ladendiebstahl begangen, einen Mitarbeiter verletzt und eine Glastür beschädigt haben, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums München.

Gegen den Mann wird nun unter anderem wegen des tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Bedrohung ermittelt. Zudem würden weitere Straftatbestände geprüft, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Gegebenenfalls werde dann der Staatsschutz hinzugezogen.

© SZ/dpa/stha - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

SZ PlusWohnungsmarkt
:Wie es wirklich ist, in München Wohnungen zu vermieten

Was ist dran am Miethai-Klischee in der Stadt mit den höchsten Wohnkosten? Einblicke von Vermietern, die erst in der Rente wirklich profitieren - oder ein Mietshaus erben, aber nun hochverschuldet sind.

Von Katja Schnitzler

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: