Corona:"Wer langsam atmet, kann nicht gleichzeitig panisch sein"

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Corona: 25 Jahre lang arbeitete Dorothea Hugger als Krankenpflegerin in einer Klinik. Inzwischen ist sie Yoga- und Pilates-Trainerin. Auf ihrem Dachboden in München-Harlaching dreht sie Videos für Corona-Betroffene.

25 Jahre lang arbeitete Dorothea Hugger als Krankenpflegerin in einer Klinik. Inzwischen ist sie Yoga- und Pilates-Trainerin. Auf ihrem Dachboden in München-Harlaching dreht sie Videos für Corona-Betroffene.

(Foto: Stephan Rumpf)

Menschen, die an Covid erkranken, fühlen sich schnell hilflos und allein. Dorothea Hugger ist ausgebildete Krankenpflegerin, Yoga- und Pilates-Trainerin. Sie erklärt, wie man Schleim, Verspannungen und Angst wieder loswird.

Interview von Julia Schriever

Dorothea Hugger hat lange als Krankenpflegerin in einer orthopädischen Klinik gearbeitet und schon die unterschiedlichsten Patienten gesehen. Menschen, die viel schneller als erwartet wieder fit wurden. Menschen, die ewig brauchten, bis sie wieder gesund waren. Und dann gab es ein paar, wo nicht klar war, was das Problem war. Sie hatten Rückenschmerzen und keiner wusste, woher. Alles überprüft, alles scheinbar in Ordnung. "Der hat nichts", sagten manche Kollegen, "da ist nichts." Dorothea Hugger fand das schon immer ungerecht. Seit Covid-19 aufkam, gibt es noch viel mehr dieser Patientinnen und Patienten: Es geht ihnen schlecht, aber die Diagnose ist unklar. Hugger hat eine Plattform für sie gegründet. Auf der Seite kann man anklicken, welche Symptome man hat: Kopfschmerzen oder Husten, Erschöpfung oder Angst. Dorothea Hugger, 55, arbeitet inzwischen nicht mehr in der Klinik, sondern als Yoga- und Pilates-Trainerin. Von ihrem Dachgeschoss in München-Harlaching aus dreht sie Videos für alle, die mit Covid-19 oder den Folgen zu kämpfen haben.

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