Paketposthalle:Fesselballons simulieren geplante Hochhäuser

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Paketposthalle: Kurswechsel eines Investors: Ralf Büschl zeigt sich offen für Alternativen zu den angedachten 155-Meter-Türmen an der Paketposthalle.

Kurswechsel eines Investors: Ralf Büschl zeigt sich offen für Alternativen zu den angedachten 155-Meter-Türmen an der Paketposthalle.

(Foto: Simulation: Herzog de Meuron)

Am Donnerstagmorgen sollen die beiden Ballons in 155 Metern Höhe über dem Grundstück an der Friedenheimer Brücke schweben. Besonders gut lässt sich das Spektakel etwa vom Olympiaberg oder vom Alten Peter beobachten.

Von Sebastian Krass

Es wird ein ungewöhnlicher Anblick am Donnerstagmorgen über der Paketposthalle an der Friedenheimer Brücke: Mit zwei Höhenballons lässt die Stadt simulieren, wie die zwei 155-Meter-Hochhäuser, die in einigen Jahren neben der Halle entstehen sollen, sich in die Silhouette Münchens einfügen würden. Von 7.30 bis 9 Uhr sollen zwei kugelrunde Ballons mit jeweils vier Metern Durchmesser in 155 Metern Höhe über dem Grundstück schweben.

In einer Mitteilung des Planungsreferats heißt es, dass "die spektakuläre Aktion" den Mitwirkenden am bevorstehenden BürgerInnen-Gutachten zum Paketpost-Areal " als wichtige Zusatz-Info zur persönlichen Meinungsbildung" dienen solle. Die Simulation ist zudem Teil der "Stadtbildverträglichkeitsuntersuchung" im Rahmen des gesamten Planungs- und Genehmigungsprozesses.

Stadtbaurätin Elisabeth Merk empfiehlt Interessierten, in dem Zeitraum einen oder mehrere Aussichtspunkte aufzusuchen. Als Beispiele nennt sie den Olympiaberg, den Alten Peter oder Orte entlang der Bahnachse. "Ich werde am Schlossrondell in Nymphenburg stehen", sagt Merk. Die mögliche Sichtbeziehung zu diesem Ort ist einer der sensiblen Punkte in der Debatte um die Hochhäuser. Das Landesamt für Denkmalschutz lehnt das Bauvorhaben ab, weil es der Wirkung des Rondells schade.

Die Fesselballons sind mit 32 Kubikmetern Helium gefüllt und mit Seilen und sogenannten Umlenkrollen fixiert, die an einem Fahrzeug am Boden befestigt sind. Die Aktion musste vom Luftamt genehmigt werden. "Weil es um sicherheitsrelevante Aspekte geht, können die Ballons nicht den ganzen Tag oder eine Woche lang schweben", sagt Merk. Ihr Referat weist darauf hin, dass die Aktion "bei sehr ungünstiger Witterung", etwa starkem Wind, verschoben wird.

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