Kirchenbau auf dem OstfriedhofHaus für Trauer und Kaffee

So sah der Entwurf aus, der im Dezember 2022 für das "Haus am Ostfriedhof" vorgestellt wurde. Am 16. Juli soll es eröffnet werden.
So sah der Entwurf aus, der im Dezember 2022 für das "Haus am Ostfriedhof" vorgestellt wurde. Am 16. Juli soll es eröffnet werden. EOM

Kardinal Reinhard Marx eröffnet am 16. Juli ein neuartiges Zentrum der Erzdiözese München und Freising für Trauernde.

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Die Erzdiözese München und Freising schafft am Münchner Ostfriedhof für 12,5 Millionen Euro ein neues offenes Angebot für trauernde Menschen. Kardinal Reinhard Marx wird das Trauerpastorale Zentrum am 16. Juli segnen und damit offiziell eröffnen, wie das Erzbistum am Dienstag mitteilte. Trauernde sollen begleitet und gestärkt werden beim Abschied von einem geliebten Menschen.

Seelsorgerinnen und Seelsorger der Erzdiözese böten ihren Beistand an, unterstützt von Ehrenamtlichen. Friedhofsbesucher könnten in einem Café einkehren. Dieses stehe auch für Trauerfeiern zur Verfügung.

Beim jüngsten Jahresempfang der Erzdiözese hatte Marx betont, Kirche müsse da sein, wo die Menschen sie brauchten. Dazu gehöre auch, Trauernden beizustehen. Das neue Zentrum sei für alle offen. Wer aus der Kirche ausgetreten sei, sei weiter Christ. Für Menschen auf dem Friedhof da zu sein, das könne kein Staat und keine Stadt, „das kann nur die Kirche machen“, betonte der Kardinal.

Entworfen wurde das Zentrum von den Architekten Lehmann, Tabillion & Castorph. Die Innenarchitektin und Künstlerin Barbara Fuchs habe im Inneren für ein besonderes gestalterisches Element gesorgt. Dabei handle es sich um eine drei Stockwerke durchbrechende Lichtvertikale, die Trauer und Wandel veranschaulichen soll.

Insgesamt verfügt der Bau über eine Bruttogeschossfläche von rund 1500 Quadratmetern. Die Gastronomie sei an den Münchner Inklusionsbetrieb Conviva/Cooperative Beschützende Werkstätten verpachtet.

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