Der König sitzt im Weg. Das dürften sich an diesem Nachmittag einige gedacht haben. Sie hätten gerne freie Sicht auf die Leinwand, die sich vor der Ecke von Residenz und Staatsschauspiel ausbreitet. Denn dort findet wieder „Oper für alle“ statt, das Open-Air-Spektakel der Bayerischen Staatsoper. Zum dreißigsten Mal lädt das Haus dazu ein, eine Produktion als Public Viewing zu erleben. Diese Produktion ist Richard Wagners „Die Walküre“ in der Neuinszenierung von Tobias Kratzer, fünf Stunden Musiktheatererlebnis. Die Leute strömen auf den Max-Joseph-Platz. Ob sie wissen, worauf sie sich einlassen?
Kultur in MünchenEine Fünf-Stunden-Oper, die Tausende in ihren Bann zieht
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Publikumserfolg: Bis zu 7000 Leute kamen auf dem Max-Joseph-Platz zusammen, mit dem Publikum im Nationaltheater und den Zuschauern im Stream waren es 35 000.
Robert HaasDie Bayerische Staatsoper inszeniert Richard Wagners „Walküre“ als kostenlose Open-Air-Aufführung. Das Werk gilt als besonders anspruchsvoll, doch das Publikum nutzt die Pausen nicht zur Flucht – sondern nur zu kollektiven Dehnübungen.
Von Paul Schäufele
