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SAP Gardens:Doppelte Auszeit

So soll sie einmal aussehen: Die neue Halle, die dort entsteht, wo einst das Radstadion der Olympischen Spiele von 1972 stand. Simulation: Architekturbüro 3XN

Neue Sporthalle im Olympiapark wird ein Jahr später fertig

Die Vorfreude bei den Beteiligten ist groß. Die Eishockeyspieler des EHC Red Bull München, die Basketballer des FC Bayern und auch die Stadt als Schirmherrin des Breitensports sind in froher Erwartung der neuen Multi-Sporthalle, die im Olympiapark entstehen soll. Doch die Eröffnung der 11 500 Zuschauer fassenden Arena verzögert sich offenbar. Nicht wie kommuniziert zum Beginn der Eishockeysaison im Spätsommer 2021, sondern erst ein Jahr später können die Sportler ihr neues Domizil beziehen. Die Stadt hat entsprechende Berichte bereits bestätigt.

Vom Bauherrn Red Bull heißt es dazu: "Die Red Bull Stadion München GmbH hat kürzlich den Bauantrag für die Baugenehmigung des SAP Gardens im Münchner Olympiapark offiziell eingereicht. Damit läuft das Bewilligungsverfahren des Projekts. Die Fertigstellung der neuen Heimspielstätte des dreifachen deutschen Eishockeymeisters Red Bull München ist für die zweite Jahreshälfte 2022 geplant. Voraussetzung hierfür ist ein planmäßiger Verlauf der Bauabwicklung, der Baubeginn ist für den Jahresbeginn 2020 geplant." Vom FC Bayern, dessen Basketballer als Mieter circa 15 Spiele pro Saison in der Halle absolvieren wollen, gibt es bislang keine Stellungnahme. Einhergehend mit der Verzögerung bei Baubeginn und -fertigstellung erhöhen sich auch die Kosten des 100-Millionen-Euro-Projekts. Von einer Verteuerung um bis zu 50 Prozent ist die Rede. Eine Bestätigung hierfür gibt es nicht.

Ob und inwieweit die European Championships (11. bis 21. August 2022) von der Verzögerung betroffen sind, ist offen. Geplant ist, im Rahmen der in München parallel in mehreren Sportarten ausgetragenen Europameisterschaften die Turn-Wettkämpfe in der Halle auszutragen. Bei Red Bull steht man der Angelegenheit gelassen gegenüber. Wichtig sei, dass gebaut werde. Bei dem Getränkehersteller aus Österreich sieht man es wohl so: Ein weiteres Jahr Wartezeit steigert nur die Vorfreude.