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Neue Sporthalle:Der Eisblock ist gelegt

Grundstein auf Baustelle des SAP garden

Die neue Halle im Olympiapark soll von 2022 an bis zu 11 500 Basketball- und Eishockeyfans Platz bieten.

(Foto: EHC Red Bull München/City-Press)

Am Rohbau des "SAP Garden" im Olympiapark wird bereits gearbeitet. Der EHC Red Bull München will dort künftig seine Spiele austragen. Eine Eisfläche soll aber aber Schulen und Freizeitsportlern vorbehalten sein.

Von Ralf Tögel

Etwas mehr als zwei Jahre sind vergangen, seit Christine Strobl das weiße Modell der neuen Multifunktionshalle in die Kameras gehalten hat. Uli Hoeneß war ebenfalls zur Stelle, er repräsentierte den sogenannten Ankermieter FC Bayern München. Einiges ist geschehen seit jenem 14. Februar im Jahr 2019, was alleine an den Protagonisten zu erkennen ist.

Münchens Dritte Bürgermeisterin Strobl ist mittlerweile im Ruhestand, deshalb durfte nun ihre Nachfolgerin Verena Dietl ein kleines, weißes Münchner Kindl symbolisch verpacken, um so den Anteil der Stadt an diesem Bauwerk zu dokumentieren. Die Porzellanfigur kam zusammen mit einem kleinen Basketball, einem Puck und einer Schlittschuhkufe sowie dem SAP-Logo in einen symbolischen Eisblock, um den der Grundstein erweitert wurde, um die Partner des Großprojekts zu verewigen.

Mittlerweile sind 270 000 Kubikmeter Erdreich an der Stelle des ehemaligen Radstadions im Olympiapark ausgehoben, der Grundstein des neuen SAP Garden ist gelegt und die Rohbauarbeiten bereits in vollem Gange. Bauherr ist die Red Bull Stadion München GmbH, die sich die neue Heimstatt ihres Eishockey-Profiklubs 100 Millionen Euro kosten lässt. Neben den Basketballern des FC Bayern, die in Bundesliga und Euroleague zwischen 15 und 40 Partien spielen werden, wird auch die Stadt eine der drei überdachten Eisflächen für Schul- und Freizeitsport nutzen. Technisch soll die Arena neue Maßstäbe setzen, Aufgabe des Software-Konzerns SAP.

Den Pandemie-Hygienemaßnahmen entsprechend fand die Grundsteinlegung virtuell statt, neben Dietl steuerten FCB-Geschäftsführer Marko Pesic, EHC-München-Trainer Don Jackson und Lars Lamadé, Head of Sponsorships bei SAP, die Symbole für den symbolischen Akt bei. Die ovale Schüssel mit einer vertikalen Lamellenfassade wird 70 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche haben und etwas größer als das alte Radstadion sein, nicht zuletzt durch das begrünte Dach aber soll sich das geschwungene Bauwerk harmonisch in die Parklandschaft einfügen.

Bis zu 11 500 Zuschauer werden Platz finden, um neben Basketball und Eishockey 40 weitere Sport- oder sportnahe Events pro Jahr zu sehen. Der Umbau von Basketball zu Eishockey wird weniger als sechs Stunden dauern, es gibt Business-Seats, elf Logen mit 156 Plätzen, Fanshops sowie Büro- und Konferenzräume.

© SZ vom 24.02.2021/van, wean
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