MeinungStreit ums OktoberfestWie traditionell ist die Wiesn?

Essay von Jacqueline Lang

Lesezeit: 5 Min.

Bei der Wiesn 2025 ritt noch Franziska Inselkammer als Münchner Kindl beim Einzug der Brauereien und Festwirte zu Beginn des 190. Münchner Oktoberfest.
Bei der Wiesn 2025 ritt noch Franziska Inselkammer als Münchner Kindl beim Einzug der Brauereien und Festwirte zu Beginn des 190. Münchner Oktoberfest. Felix Hörhager/dpa

Die Befürworter des bisherigen Systems der Zeltvergabe fürchten bei Veränderungen um die „Bastion der bayerischen Lebensart“. Aber es gibt auch die andere, moderne Seite des Oktoberfests. Und eigentlich dreht sich der Streit doch um ganz andere Dinge.

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Das Oktoberfest ist „heimatverbunden, traditionell und vor allen Dingen bayerisch“: So sieht das zumindest die Vereinigung der Münchner Wiesnwirte. Der Zusammenschluss der Wirte, die das größte Volksfest der Welt prägen, schreibt das so in einer Mitteilung, die nach einer Entscheidung der Regierung von Oberbayern im Mai verschickt wurde. Die Vergabekammer Südbayern war zu dem Schluss gekommen: Die Zuteilung der Festzelte, so wie die Stadt diese seit Langem handhabt, sei rechtens. Die Entscheidung, lobten Christian Schottenhamel und Peter Inselkammer, die Sprecher der Wirte, sei eine „im Sinne der bayerischen Tradition und unseres Brauchtums“. Aber ist das wirklich so?

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Stadtgeschichte
:Wie superreiche „Bierbarone“ sich das Oktoberfest griffen

Ein Nürnberger Schlitzohr, fünf Strohmänner und eine Riesenhalle: Damit begann eine neue Ära auf der Wiesn. Heute regieren dort die Brauerei-Oligarchen – sie verteidigen ihr Privileg wie eine Festung.

SZ PlusVon Wolfgang Görl

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