bedeckt München 22°
vgwortpixel

Paulaner-Festzelt:Arabella Schörghuber ist alleinige Wiesn-Wirtin

Arabella Schörghuber ist die neue Chefin des Paulaner-Festzelts auf der Wiesn.

(Foto: Stephan Rumpf)

Das frühere Winzerer Fähndl war das letzte gemeinsame Objekt von Schörghuber und ihrem Ex-Mann Peter Pongratz. Er hatte seinen Rückzug bereits angekündigt.

Im Handelsregister steht noch die "Winzerer Fähndl Pongratz GmbH" als Betreiberin, aber eigentlich stimmt nichts mehr an dem Namen. Denn das Paulaner-Festzelt auf der Wiesn heißt schon seit fast zwei Jahren nicht mehr "Winzerer Fähndl", und jetzt ist auch kein Pongratz mehr Geschäftsführer der Betreibergesellschaft. Denn bereits zum 13. März schied Peter Pongratz aus der Geschäftsführung aus. Alleinige Chefin ist jetzt seine Ex-Frau Arabella Schörghuber. Am Donnerstag gab die Paulaner-Brauerei die Personalie bekannt.

Es ist der letzte Schritt einer längeren Trennungsphase. Der Wirt Peter Pongratz hatte Anfang der Achtziger die Gaststätte Zum Spöckmeier übernommen. Später übernahm er dann den Paulaner am Nockherberg. In den Neunzigern lernten er und Arabella Schörghuber, die Tochter des Bau- und Braumagnaten Josef Schörghuber, sich kennen, 1994 heirateten sie. Die Ehe ging nach 24 Jahren in die Brüche; nach der Scheidung im August 2018 trennten sich auch ihre geschäftlichen Wege. Pongratz hatte zu diesem Zeitpunkt schon den Nockherberg abgegeben, schließlich schied er auch aus der Geschäftsführung des Lokals Grünwalder Einkehr aus.

Das Paulaner-Festzelt war das letzte gemeinsame Objekt der beiden, der heute 72-jährige Pongratz hatte seinen Rückzug ursprünglich erst für das kommende Jahr angekündigt. Er wolle sich zurückziehen, hieß es, er war im November 2019 noch einmal Vater geworden. Die Trennung sei einvernehmlich erfolgt, teilte Paulaner mit. Arabella Schörghuber habe bereits alle Unterlagen für die Weiterführung des Festzelts bei der Stadt eingereicht.

© SZ vom 20.03.2020/vewo
Winzerer Fähndl Festzelt auf dem Oktoberfest, 2010

Oktoberfest
:Haftstrafe für Chef von Wiesn-Putzfirma

Immer wieder soll der Mann neue Unternehmen gegründet und dabei alte Aufträge und Mitarbeiter übernommen haben. Der Schaden geht in die Millionen.

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite