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Oktoberfest:Haftstrafe für Chef von Wiesn-Putzfirma

Winzerer Fähndl Festzelt auf dem Oktoberfest, 2010

Sauber: Leere Biertische im Winzerer Fändl.

(Foto: Catherina Hess)

Immer wieder soll der Mann neue Unternehmen gegründet und dabei alte Aufträge und Mitarbeiter übernommen haben. Der Schaden geht in die Millionen.

Im Prozess um Schwarzarbeit im Festzelt "Winzerer Fähndl" auf dem Oktoberfest und am Nockherberg ist der Geschäftsführer einer Reinigungsfirma am Donnerstag zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Akram A. soll unter anderem Steuern hinterzogen und Sozialabgaben für Mitarbeiter nicht bezahlt haben. Das Landgericht München I sprach den 38-Jährigen auch wegen Insolvenzverschleppung und wegen vorsätzlichen Bankrotts schuldig, wie das Gericht mitteilte.

Der Schaden geht in die Millionenhöhe. Der Mann soll immer wieder neue Reinigungsunternehmen gegründet und mit ihnen Aufträge und Arbeitnehmer aus vorangegangenen Firmen übernommen haben. Jeweils wenn sich eine erste Steuerprüfung ankündigte, ließ er die Firmen laut Anklagevorwurf insolvent gehen - und gründete wiederum neue.

Ein wichtiger Auftraggeber war neben dem Festzelt "Winzerer Fähndl" die Traditionsgaststätte Nockherberg. Bei einer Durchsuchung im "Winzerer Fähndl" 2018 war die Sache aufgeflogen. Der Wirt Peter Pongratz hatte mit der Sache allerdings nichts zu tun - und weil Akram A. vor Gericht ein Geständnis abgelegt hat, mussten Pongratz und seine frühere Frau Arabella Schörghuber, beide Wirte auf der Wiesn wie ehemals am Nockherberg, nicht als Zeugen aussagen.

© SZ vom 20.02.2020/dpa/sim
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