München heute:Oktoberfest: Was sich 2022 ändert / Konzerthaus bauen oder nicht bauen?

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München heute: Beim Kulturkonzept, das in diesem Zelt eine ganz besondere Rolle spielt, lag Wirtin Gerda Reichert mit der "Schönheitskönigin" deutlich vor Stiftl.

Beim Kulturkonzept, das in diesem Zelt eine ganz besondere Rolle spielt, lag Wirtin Gerda Reichert mit der "Schönheitskönigin" deutlich vor Stiftl.

(Foto: Stephan Rumpf)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Heiner Effern

Im Mai gibt es für Münchner Wirte einen Termin, der ausgehen kann wie die Geschenke-Rallye an Weihnachten. Die einen sind sowas von überglücklich mit ihrem Präsent, dass sie es kaum in Worte fassen können. Was sie natürlich dann doch schaffen, und ihre Presseberater lassen in der Regel auch schnell die Öffentlichkeit an den großen Gefühlen teilhaben. Die anderen gehen leer aus beziehungsweise warten sie auf ein Geschenk, das nicht mehr oder nie kommt. Der erwähnte Termin ist die Sitzung des Wirtschaftsausschusses im Stadtrat. In geheimer Sitzung wird dort beschlossen, wer ein Zelt auf dem Oktoberfest erhält - und wer nicht.

Meistens bleiben Überraschungen aus, die vergangenen beiden Jahre sowieso, weil das Virus die Wiesn jeweils flachlegte. Zuvor machten verschiedene Wirte Schlagzeilen, weil sie größere Probleme mit ihrer Reputation oder gar dem Gesetz hatten und deshalb ausscheiden mussten. Diesmal blieb nur eine spannende Frage unter den Münchner Wirten: Wer bekommt das Volkssängerzelt auf der Oiden Wiesn? 2019 betrieb es zuletzt das Ehepaar Reichert, diesmal bewarb sich Gerda Reichert alleine. Ihre härtesten Konkurrenten waren Lorenz Stiftl und seine Frau Christine, die dem Traum eines großen Zeltes auf dem Oktoberfest schon länger engagiert hinterherjagen.

Wer von den beiden sich nach der Sitzung fühlt wie ein reich beschenktes Kind an Weihnachten und wer erst mal Frust bewältigen muss, das können Sie bei uns nachlesen.

Dazu werden Sie erfahren, dass es in der geheimen Sitzung des Stadtrats nicht gerade friedlich zugegangen sein soll. Und dass die Besucher nun doch noch einmal knapp der 2-G-Regel entgangen sind, die Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) schon ausgeschlossen hatte. Nun wird es also kommen, das Oktoberfest 2022, und die Aufregung bei vielen Münchnerinnen und Münchnern wird am 17. September so groß sein wie bei Kindern vor der Bescherung. Dem Rest sei nur gesagt, dass die Wiesn zwar deutlich länger dauert als der Heiligabend, aber dass auch sie irgendwann einmal enden wird. Heuer am 3. Oktober.

Bis dahin werden die Emotionen noch das eine oder andere Mal hoch gehen. Und Sie werden davon ausgiebig erfahren.

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