Nach seinem Vorstoß zur Überprüfung der Zeltvergabe auf dem Oktoberfest geht der Wirt Alexander Egger in einem zweiten Verfahren gegen die Stadt vor – diesmal geht es um die Oide Wiesn. Nach SZ-Informationen haben er und seine Anwälte nun Eilantrag beim Verwaltungsgericht München eingereicht. Egger hatte sich mit seiner WE Festzelt GmbH um das Volkssängerzelt beworben, war aber abgelehnt worden.
Stattdessen hatte der Stadtrat am Montag in nicht öffentlicher Sitzung das Bewerber-Trio aus Michael Bietsch von der historischen Kegelbahn sowie Florian Fendt und Manfred Kneifel von der „Münchner Suppenküche“ zugelassen, die mit ihrem Betrieb im Vergabeverfahren 16 Punkte mehr erreicht hatten. Sie werden damit Nachfolger von Wirt Lorenz Stiftl, der das Volkssängerzelt „Schützenlisl“ auf der Oidn Wiesn abgibt und auf dem Oktoberfest die große Paulaner-Festhalle übernimmt.
Alexander Eggers zweites Verfahren richtet sich nun gegen dessen Ablehnung auf der Oidn Wiesn. Erfolg hatte er dagegen mit seinem kleinen Zelt, der Hühnerbraterei „Münchner Stubn“, die er seit 2022 auf dem Oktoberfest betreibt. Für eine persönliche Stellungnahme waren er und seine Anwälte nicht zu erreichen.
Im ersten Verfahren will Egger überprüfen lassen, ob die Stadt die großen Festzelte europaweit ausschreiben muss. Die Vergabekammer Südbayern bei der Regierung von Oberbayern wird sich nach Informationen der SZ am 19. Mai mit dem Nachprüfungsantrag befassen.

