Zeltvergabe auf dem OktoberfestZweite Klage eingereicht – dieses Mal geht es um die Oide Wiesn

Kathrin Wickenhäuser-Egger und Alexander Egger betreiben bislang die „Münchner Stubn“, wollen auf dem Oktoberfest aber größer herauskommen – und beschreiten dafür den Klageweg.
Kathrin Wickenhäuser-Egger und Alexander Egger betreiben bislang die „Münchner Stubn“, wollen auf dem Oktoberfest aber größer herauskommen – und beschreiten dafür den Klageweg. Florian Peljak

Der Streit um die Wiesnzelte spitzt sich zu. Wirt Alexander Egger, der bereits für europaweite Ausschreibungen kämpft, geht nun juristisch auch gegen eine Entscheidung vor, die den historischen Teil des Festes betrifft.

Von Astrid Becker

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Nach seinem Vorstoß zur Überprüfung der Zeltvergabe auf dem Oktoberfest geht der Wirt Alexander Egger in einem zweiten Verfahren gegen die Stadt vor – diesmal geht es um die Oide Wiesn. Nach SZ-Informationen haben er und seine Anwälte nun Eilantrag beim Verwaltungsgericht München eingereicht. Egger hatte sich mit seiner WE Festzelt GmbH um das Volkssängerzelt beworben, war aber abgelehnt worden.

Stattdessen hatte der Stadtrat am Montag in nicht öffentlicher Sitzung das Bewerber-Trio aus Michael Bietsch von der historischen Kegelbahn sowie Florian Fendt und Manfred Kneifel von der „Münchner Suppenküche“ zugelassen, die mit ihrem Betrieb im Vergabeverfahren 16 Punkte mehr erreicht hatten. Sie werden damit Nachfolger von Wirt Lorenz Stiftl, der das Volkssängerzelt „Schützenlisl“ auf der Oidn Wiesn abgibt und auf dem Oktoberfest die große Paulaner-Festhalle übernimmt.

Alexander Eggers zweites Verfahren richtet sich nun gegen dessen Ablehnung auf der Oidn Wiesn. Erfolg hatte er dagegen mit seinem kleinen Zelt, der Hühnerbraterei „Münchner Stubn“, die er seit 2022 auf dem Oktoberfest betreibt. Für eine persönliche Stellungnahme waren er und seine Anwälte nicht zu erreichen.

Im ersten Verfahren will Egger überprüfen lassen, ob die Stadt die großen Festzelte europaweit ausschreiben muss. Die Vergabekammer Südbayern bei der Regierung von Oberbayern wird sich nach Informationen der SZ am 19. Mai mit dem Nachprüfungsantrag befassen.

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