StadtgeschichteWie superreiche „Bierbarone“ sich das Oktoberfest griffen

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Schon damals eine Massenveranstaltung: Ein Aquarell des Malers Zeno Diemer (1867–1939) zeigt das Oktoberfest zum 100-jährigen Bestehen im Jahr 1910.
Schon damals eine Massenveranstaltung: Ein Aquarell des Malers Zeno Diemer (1867–1939) zeigt das Oktoberfest zum 100-jährigen Bestehen im Jahr 1910. Heinz Gebhardt/Imago

Ein Nürnberger Schlitzohr, fünf Strohmänner und eine Riesenhalle: Damit begann eine neue Ära auf der Wiesn. Heute regieren dort die Brauerei-Oligarchen – sie verteidigen ihr Privileg wie eine Festung.

Von Wolfgang Görl

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Georg Lang, 1866 in Nürnberg geborener Sohn eines Gastwirts, ist ein ausgebuffter Geschäftsmann. In seiner Heimatstadt führt er das beliebte Wirtshaus „Krokodil“, wo eine Hauskapelle und – damals noch keineswegs üblich – elektrisches Licht die Stimmung der Gäste aufhellen. Im Jahr 1898 nimmt der fränkische Lebemann, der sich gern als Teufelskerl inszeniert und auch schon mal wegen zu schneller Kutschfahrten eine Strafe kassiert, das Münchner Oktoberfest in den Blick.

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