München heute:Blogger greift Wiesn-Wirte wegen Tischreservierungen an / Regionalbahn entgleist an Hackerbrücke

Lesezeit: 2 min

Besucher auf dem Oktoberfest

Ohne Reservierung ist auf dem Oktoberfest kaum ein Tisch in einem Bierzelt zu bekommen.

(Foto: Angelika Warmuth/dpa)

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Von Franz Kotteder

Möglicherweise haben Sie es ja noch nicht mitbekommen, deshalb sei es hier verraten: In ein paar Tagen findet in München ein Großereignis statt, auf das viele Menschen fast drei Jahre lang gewartet haben. Sie treffen sich dazu auf einem der wenigen noch freien, nicht hochpreisig grundstücksverwerteten Areale der Innenstadt, ganze 42 Hektar ist es groß. Es handelt sich natürlich um die Theresienwiese, die aber momentan gar nicht mehr frei zugänglich ist, weil auf ihr gerade temporäre Bauten errichtet werden, damit man dort vom 17. September an das 187. Oktoberfest feiern kann. Um hohe Preise wird es auch dort gehen. Immobilienpreise sind das nicht, sondern Preise für Bier und Speisen.

Einen ordentlichen Teil davon haben die Festwirte bereits einkassiert, in Form von Gutscheinen für Reservierungen. Und wie alle Jahre wieder, in denen keine Pandemie herrscht, ärgern sich jene, die einen Wiesntisch haben wollen, über die Reservierungspraxis in den Bierzelten. Der Münchner Stadtrat hat da zwar strenge Regeln erlassen, was ein Wirt als Mindestverzehr für einen Gast schon vorab verlangen kann. Aber ein kluger Wirt schafft es immer mal wieder, elastisch mit einem strengen Regelwerk umzugehen. Jetzt hat sich ein Blogger aus Holzkirchen mal die Reservierungspraxis in den Zelten vorgeknöpft und hat festgestellt, dass manche doch mehr verlangen, als sie eigentlich dürfen. Und andere recht offensiv für ganze Menüs werben, obwohl sie niemanden dazu verpflichten dürfen, mehr zu essen als ein halbes Hendl. Was die Wirte zu den Vorwürfen sagen? Wir haben natürlich nachgefragt (SZ Plus).

Zu den vielen Klischees über die Wiesn gehört nicht nur das von den raffgierigen Wirten, sondern auch, dass die Wiesngänger bedenkenlos alles in sich hineinlitern, was auf den Tisch kommt, und sich keine Gedanken über - zum Beispiel - Nachhaltigkeit machen. So ist das allerdings nicht. Selbst in der Schicki-Hochburg Käfer-Schänke gibt es jetzt vegane Pflanzerl und Whisky aus der Region, wie Michael Käfer am Donnerstag der Presse berichtete. Und über die Qualität des Biers wachen inzwischen sogar Biersommeliers, wenn auch nicht unbedingt auf der Wiesn. Die Biersommeliers treffen sich aber schon eine Woche vor dem Anstich in München, um dort ihre Weltmeisterschaft auszutragen (SZ Plus). Eine WM in Geschmacksfragen - so bierernst kann man das Thema also auch angehen.

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