OktoberfestSo sieht das offizielle Wiesn-Motiv für 2026 aus

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Grafikdesigner Florian Huber hat mit seinem Wiesnmotiv die Jury überzeugt.
Grafikdesigner Florian Huber hat mit seinem Wiesnmotiv die Jury überzeugt. Robert Haas

Der Siegerentwurf stammt in diesem Jahr von dem Grafiker Florian Huber. Überraschend ist aber vor allem, welcher Münchner Stadtrat Platz zwei belegt hat.

Von Jacqueline Lang

Farbenfroh und modern.  So lässt sich das diesjährige Wiesn-Motiv von Grafiker Florian Huber aus Kranzberg nördlich von München wohl am ehesten beschreiben. Der Jury sind zudem noch die Adjektive dynamisch und emotional eingefallen. An diesem Freitagmorgen hat Wiesnchef Christian Scharpf das offizielle Wiesnplakat erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, denn, das sagte er selbst: „Nach der Wiesn ist vor der Wiesn.“ Und so beginnen im Februar, nur knapp vier Monate nach dem Oktoberfest 2025 so langsam schon wieder die Vorbereitungen für das Oktoberfest 2026.

Das Interesse an dem Motivwettbewerb war dabei auch diesmal wieder groß und sogar noch größer als im Vorjahr: 129 Einsendungen gab es, nachdem ein paar wegen Formfehlern rausgefallen waren, blieben noch 88 Entwürfe übrig. Beim Publikumsvoting haben dann ebenfalls noch einmal mehr Menschen abgestimmt, um die 8700 nämlich. Aus den Top 30 hat eine Jury, der auch Scharpf angehört, dann die drei Gewinner ausgewählt – und Huber, der 2021 schon einmal den dritten Platz belegt hat, zum Sieger gekürt.

Den dritten Platz hat der Regensburger Designstudent Philipp Dauer mit einer Premiere belegt: das Münchner Kindl, das auf seinem Entwurf zu sehen ist, hat rote Haare. „Ich persönlich habe da nichts dagegen“, sagt Scharpf, zumal die Farbgestaltung auch dieses Plakats gelungen sei.

Wiesnchef Christian Scharpf präsentiert das Plakat von Designstudent Philipp Dauer, das den dritten Platz geschafft hat.
Wiesnchef Christian Scharpf präsentiert das Plakat von Designstudent Philipp Dauer, das den dritten Platz geschafft hat. Robert Haas
Der zweitplatzierte Entwurf, den Scharpf vorstellt, stammt vom Münchner SPD-Stadtrat Roland Hefter.
Der zweitplatzierte Entwurf, den Scharpf vorstellt, stammt vom Münchner SPD-Stadtrat Roland Hefter. Robert Haas

Platz zwei hat einer belegt, der in München kein Unbekannter ist, den meisten aber bislang vermutlich als Liedermacher aufgefallen sein dürfte: Roland Hefter. Der SPD-Stadtrat ist aber, wie Scharpf auch erst im Zuge des Wettbewerbs erfahren hat, nicht nur gelernter Schildermacher, sondern noch dazu Grafiker. Und als solcher ist sein Plakatentwurf ein, wie der Wiesnchef es formuliert, ein „historisierender“. Im Fokus stehen die Brauereipferde. Auch dieses Motiv habe die Jury sehr überzeugt.

Der „Siegerentwurf“ ist aber dann eben doch der von Huber. Die „kraftvollen Farben“ seien einfach ein „Hingucker“. Die Jury habe das zwar vor ihrer Entscheidung gar nicht gewusst, aber auch im Publikumsvoting sei der Entwurf von Huber auf Platz zwei gelandet, sagt Scharpf. Das abstrakte Design, das an den bekannten New Yorker Grafiker Lyonel Feininger erinnere, habe damit also nicht nur die sechsköpfige Jury, sondern auch viele der 8700 Menschen, die abgestimmt haben, überzeugt.

Florian Huber hat sich, nachdem er am Dienstag von seinem Sieg erfahren hat, erst einmal hinlegen müssen – er konnte sein Glück kaum fassen. Was er denn mit dem Plakat habe vermitteln wollen? Das „Münchner Feeling“. Da darf freilich neben der Frauenkirche und dem Riesenrad der Masskrug nicht fehlen. Denn, sagt Huber: „Ich sag’ immer: Mein Lieblingstier ist der Zapfhahn.“ Und in seinem Lieblingszelt, dem Augustiner, wird er sicherlich heuer ein paar Mal mehr auf eine Mass vorbeischauen. So ein Wiesnmotiv entwirft man schließlich nicht alle Tage.

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