OktoberfestEin Trio für das Volkssängerzelt Schützenlisl auf der Oidn Wiesn

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Das Volkssängerzelt Schützenlisl gibt es auf der Oidn Wiesn seit 2022.
Das Volkssängerzelt Schützenlisl gibt es auf der Oidn Wiesn seit 2022. Christian Einecke/Imago

Lange war unklar, wer Lorenz Stiftl als Wirt des Schützenlisl-Zelts nachfolgen würde. Doch aus dem Rathaus verlautet unter der Hand bereits, wer von den Bewerbern sich durchsetzen konnte.

Von Jacqueline Lang

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Bereits seit dem vergangenen Jahr steht fest, dass Lorenz Stiftl Arabella Schörghuber heuer als Wirt vom Paulaner-Festzelt nachfolgen wird – zumindest wenn nicht noch gründlich an der Vergabepraxis der Zelte gerüttelt wird. Wer Stiftl wiederum als Wirt vom Volkssängerzelt Schützenlisl nachfolgen würde, war lange unklar. Nun scheint es jedoch, als würden sich die Gerüchte vom vergangenen Jahr bestätigen: Übernehmen sollen das Zelt auf der Oidn Wiesn Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel, wie die Süddeutsche Zeitung aus Rathauskreisen erfahren hat. Unter allen Bewerbern sollen sie die höchste Punktzahl erzielt haben. Bietsch war schon im vergangenen Jahr als möglicher Nachfolger gehandelt worden, er betreibt seit 2019 die historische Kegelbahn direkt neben der Schützenlisl.

Auf Nachfrage bestätigt Bietsch eine Bewerbung, betont aber auch: „Die Entscheidung über die Vergabe liegt ausschließlich bei der Stadt München.“ Der Wirtschaftsausschuss wird nach aktuellem Stand am 28. April in einer nicht-öffentlichen Sitzung entscheiden, erst danach werde man das „Konzept detailliert präsentieren“, so Bietsch. Es ist ein Satz, der zumindest darauf hindeutet, dass Bietsch ebenfalls davon ausgeht, dass es zu einer Präsentation des besagten Konzepts kommen wird. Dann dürfte sich auch klären, ob es wie in den anderen Zelten auf der Oidn Wiesn beim Ausschank von Augustinerbier bleibt.

So viel aber ist sicher: Bietsch und seine Mitstreiter setzen alles auf eine Karte. „Ich habe mich ausschließlich gemeinsam mit Manfred Kneifel und Florian Fendt für ein Festzelt auf der Oidn Wiesn beworben.“ Die historische Kegelbahn ist damit – zumindest unter Bietschs Leitung – Geschichte. Eingereicht haben die drei Männer ihre Bewerbung für die Schützenlisl fristgemäß Ende vergangenen Jahres. Von Lorenz Stiftl heißt es auf Nachfrage zum aktuellen Zeitpunkt nur: „Es gibt einen Kaufvertrag.“

Bietsch ist im familienbetriebenen „Gasthof zur Post“ in Benediktbeuern aufgewachsen, Mitglied des Münchner Festrings und hat nicht zuletzt durch seine Jahre in der Kegelbahn bereits gastronomische Erfahrungen sammeln können. Daneben ist er aber auch Betreiber einer Lkw-Waschanlage am Viehhof. Fendt und Kneifel wiederum sind seit Jahren gemeinsam Geschäftsführer der „Münchner Suppenküche“. Für alle drei wäre die Schützenlisl das erste Festzelt auf dem Oktoberfest.

Doch wie hat das Trio eigentlich zusammengefunden? Tatsächlich, so Bietsch, habe die Berichterstattung im vergangenen Herbst dafür den Ausschlag gegeben, die Spekulationen hätten sich zu „einer echten Chance weiterentwickelt“. In „konstruktiven Gesprächen“ seien sie zu dem Ergebnis gekommen, ihre Kräfte zu bündeln. Und auch wenn sie sich zum konkreten Konzept vor dem 28. April nicht äußern wollen, so viel ist schon sicher: „Im Falle eines Zuschlags durch die Stadt München ist es unser klares Ziel, das Zelt Schützenlisl als traditionsreiches Volkssängerzelt weiterzuführen“, so Bietsch. Es gehe ihnen vorrangig darum, „den besonderen Charakter, die Münchner Wirtshauskultur und die gewachsene Geschichte dieses Zelts zu bewahren und zugleich mit viel Leidenschaft weiterzuentwickeln“.

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