Muss das denn sein? Ein Untersuchungsausschuss im bayerischen Landtag, wie ihn neuerdings Angehörige der neun Menschen fordern, die 2016 am Olympia-Einkaufszentrum in München umgebracht worden sind. Was soll das jetzt noch bringen, nach zehn Jahren? Nachdem inzwischen auch die staatlichen Behörden im Freistaat anerkannt haben, dass der Täter aus rassistischen und rechtsextremen Motiven gehandelt hat.
MeinungZehn Jahre nach dem Anschlag am OEZAntworten helfen – nicht nur den Angehörigen

Kommentar von Joachim Mölter
Lesezeit: 1 Min.

Das Kunstwerk am Erinnerungsort für den rassistischen Anschlag am Olympiaeinkaufszentrum in München wurde von der Künstlerin Elke Härtel gestaltet. Es trägt den Namen „Für Euch“ und besteht aus einem Gingko-Baum, den ein zwei Meter hoher Edelstahlring umfasst. Der Ring trägt neun Steine, an deren Innenseite die Namen und Bilder der Todesopfer zu sehen sind.
Tobias Hase/dpaBringt ein Untersuchungsausschuss etwas, um die Hintergründe des rassistisch motivierten Anschlags am OEZ vor zehn Jahren zu ergründen? Er kann etwas bringen. Entscheidend aber ist etwas anderes.
