Großeinsatz von DienstagabendHandgranate am Auto war keine Attrappe

Der Bereich, in dem die Handgranate lag, wurde abgeriegelt.
Der Bereich, in dem die Handgranate lag, wurde abgeriegelt. (Foto: Sebastian Kahnert/dpa)

Die Hintergründe des mysteriösen Vorfalls sind weiter unklar. Nun hat sich die Münchner Mordkommission eingeschaltet. Ein versuchtes Tötungsdelikt ist nicht ausgeschlossen.

Viel kann oder mag die Münchner Polizei nach wie vor nicht sagen. Aber was nun Zug um Zug bekannt wird, klingt weiter verstörend. An seinem Auto, das an der Siemensallee im Münchner Süden abgestellt war, hatte der 37 Jahre alte Fahrzeuginhaber am Dienstagabend eine Handgranate gefunden. Die Kriminalpolizei ermittelt möglicherweise sogar wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Jedenfalls wurde am Donnerstag bekannt, dass sich die Münchner Mordkommission eingeschaltet hat.

Mittlerweile steht fest, dass es sich bei der Handgranate nicht um eine Attrappe gehandelt hat. Ob der Sprengsatz, der an dem Porsche angebracht war, voll funktionsfähig war, wird von Experten untersucht. Ein Polizeisprecher dementierte Meldungen, wonach es in dieser Sache bereits zu einer Festnahme im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gekommen sein soll.

Nach Polizeiangaben gibt es bislang keine Hinweise, die den mysteriösen Fund mit der organisierten Kriminalität in Zusammenhang bringen könnten. Auch weitere Hintergründe seien noch völlig unklar.

Am Fundort soll es am Dienstagabend nach 21 Uhr zu einem größeren Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Sprengstoffexperten gekommen sein. Der Bereich wurde abgeriegelt. Anwohner sollen aufgefordert worden sein, ihre Wohnungen nicht zu verlassen. Der Einsatz dauerte bis nach Mitternacht.

Hinweis: Der Text vom Mittwoch wurde am Donnerstagmittag aktualisiert.

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