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München/Oberhaching:Abschied von Josef Vielhuber

Von Michael Morosow, München/Oberhaching

Unter gewöhnlichen Umständen hätte sich am Mittwoch ein langer Trauerzug mit Landrat, Bürgermeister, Feuerwehrabordnungen und Vereinen auf den Weg gemacht, um Kreisbrandrat Josef Vielhuber die letzte Ehre zu erweisen, und es wäre kein Platz freigeblieben in der Oberhachinger Kirche St. Stephan. Aufgrund der aktuellen Beschränkungen aber durfte nur ein kleiner Kreis um seine Frau Ruth und seine Söhne Maxi, Florian und Simon dem Trauergottesdienst beiwohnen. Um möglichst vielen seiner Freunde, Kameraden und Vereinsmitgliedern die Möglichkeit zu geben, sich würdig von Josef Vielhuber zu verabschieden, wurde der Gedenkgottesdienst aufgezeichnet und konnte am Donnerstagabend im Internet verfolgt werden.

Josef Vielhuber ist in der vergangenen Woche im Alter von nur 63 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Die Bestürzung über den frühen Tod des Oberhachingers ist groß im Ort wie auch unter seinen Feuerwehrkameraden, denen er 17 Jahre lang als Kreisbrandrat helfend und beratend zur Seite stand und Hunderte von ihnen ausgebildet hat. Er sei ein stets verlässlicher und über die Maßen engagierter Feuerwehrkamerad gewesen, würdigte Landrat Christoph Göbel den Verstorbenen. Zur virtuellen Trauergemeinde am Donnerstagabend zählten sicher auch viele Mitglieder der Kolpingsfamilie, des Trachtenvereins und der Kirchenverwaltung, in deren Dienste sich der gebürtige Oberhachinger gestellt hatte, wenn ihm sein Beruf als Beamter der Staatsregierung dafür Zeit ließ. In seiner Freizeit herzlich und gesellig, im Dienst pflichtbewusst und zielorientiert sei Vielhuber gewesen, sagen seine Wegbegleiter im Feuerwehrdienst über ihren Kameraden. Und selbst in höchster Gefahr habe er stets starke Nerven gezeigt und Ruhe bewahrt.

© SZ vom 23.04.2021
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