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Obergiesing:Sprung über den Mittleren Ring

Die SPD fordert den Bau einer kombinierten Radfahrer-/Fußgängerbrücke über den nördlichen Bereich des St.-Quirin-Platzes.

Als schier unüberwindbares Hindernis erleben die Giesinger auf ihren Wegen durchs Viertel manchmal die Tegernseer Landstraße. Umso charmanter erscheint da die Idee, die Grünanlagen "Am Katzenbuckel" und "Am Hohen Weg", die östlich beziehungsweise westlich der Tela liegen, mittels einer kombinierten Fußgänger-/Radlbrücke über den nördlichen Bereich des St.-Quirin-Platzes zu verbinden. Den entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion hat der Bezirksausschuss Obergiesing-Fasangarten in seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig beschlossen. Klaus Neumann (SPD), Vorsitzender des Unterausschusses Mobilität und Verkehr, sagte dazu: "Viele Menschen beklagen sich bei uns, dass es für Fußgänger und Radler nur sehr umständlich möglich ist, von der einen auf die andere Seite des Mittleren Rings zu gelangen." Diese Sorge wollte die SPD aufgreifen. Sie begründete ihren Antrag auch damit, dass über eine solche Brücke die beiden Grünzüge erstmals wieder miteinander verbunden wären und dadurch ihr Erholungswert steigen werde. Ebenso würde der Weg von und zur U-Bahnstation St.-Quirin-Platz für viele Fahrgäste einfacher und bequemer werden. Zugleich könnte die Brücke die bestehende Lücke im Radwegenetz zwischen Giesing und Harlaching schließen, betonte SPD-Fraktionssprecher Alexander Schmitt-Geiger, der auch Vorsitzender des Perlacher Forstverein ist. Weshalb ihn der Erfolg des Antrags auch besonders freute: Denn mit dem Lückenschluss, falls er kommt, werde der Besuch dieses größten Naherholungsgebiets Münchens ebenfalls leichtert.

© SZ vom 18.06.2020 / gru
Ein filigraner Steg könnte den Giesinger Berg auf kürzestem Wege überbrücken.

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Von Andreas Schubert

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