Politik in MünchenDieter Reiter nicht mehr krankgeschrieben

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Dieter Reiter war wegen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung krankgeschrieben.
Dieter Reiter war wegen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung krankgeschrieben. Lukas Barth-Tuttas/dpa

Der scheidende Oberbürgermeister hat sich nun freigenommen. Wird er sich noch von den Münchnern verabschieden?

Der scheidende Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) ist nicht mehr krankgeschrieben. „Er hat sich aber freigenommen, um sich von der Krankheit zu erholen“, sagte eine Sprecherin auf Anfrage. Ob er an der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrats am 11. Mai teilnehmen und die Amtsgeschäfte offiziell an seinen Nachfolger Dominik Krause (Grüne) übergeben könne, hänge vom weiteren Verlauf seiner Genesung ab. Die Abendzeitung hatte zuerst darüber berichtet.

In der letzten Sitzung in seiner Amtszeit am 29. April soll es unter anderem um seine Nebentätigkeiten beim FC Bayern gehen. Die Einnahmen daraus – insgesamt 90 000 Euro – hat Reiter gespendet. Jeweils die Hälfte des Betrags ging an die „Spielstadt Mini-München“ und das Fußball-Projekt „Bunt kickt gut“. Damit löste Reiter ein Versprechen ein, das er nach seinem überraschend schlechten Abschneiden bei der ersten Runde der Kommunalwahlen im März gegeben hatte.

Der 67-Jährige hatte sich die Posten im Verwaltungsbeirat und im Aufsichtsrat nicht vom Stadtrat genehmigen lassen. Als die Kritik immer lauter wurde, gab er beide Mandate zurück und versprach, seine Einkünfte zu spenden. Den Chefsessel im Rathaus konnte er damit nicht mehr retten – bei der Stichwahl am 22. März unterlag Reiter deutlich dem Grünen-Politiker Dominik Krause. Seit er am Wahlabend das Ende seiner politischen Karriere angekündigt hat, war Reiter nicht mehr öffentlich aufgetreten.

Er war wegen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung krankgeschrieben. Krause führt deshalb bereits die Geschäfte. Wie und wann sich Reiter von den Münchnern verabschieden will, ist offen. Nach seiner Niederlage hatte er angekündigt: „Selbstverständlich werde ich mich von den Münchnerinnen und Münchnern noch in geeigneter Form verabschieden und die Amtsgeschäfte persönlich an meinen Nachfolger übergeben.“

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