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München heute:Zu arm für die Schule / Betrunkener Anwalt geht auf Polizisten los

Kein Kind soll sich schämen müssen: Der Diakonia (im Bild Mitarbeiter Andre Lehmann) ist es deshalb wichtig, dass gespendete Sachen neu oder wirklich neuwertig sind.

(Foto: Robert Haas)

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Wer schulpflichtige Kinder hat, der weiß: Die Schule ist mitnichten kostenlos. Sie ist sogar ziemlich teuer. Nicht, weil die Kleinen dazu neigen, ständig ihre Jacken, Brotzeitboxen oder auch Trinkflaschen zu verschlampen. Sondern weil jedes Schulkind gegen Ende der Sommerferien oder am ersten Schultag eine ganze Einkaufsliste mit nach Hause bringt: Hefte stehen darauf mit einer ganz bestimmten Lineatur, Stifte von einer ganz bestimmten Marke, Umschläge in einer ganz bestimmten Farbe. Kinder brauchen eigene Haus-, Sport- und Hallensportschuhe für die Schule, verschiedene Arbeitsbücher, eine Sport- und natürlich eine Schultasche. Dazu kommt, was nicht auf der Liste steht. Der Elternbeirat zum Beispiel will Geld für die Klassenkasse. Und später werden dann immer wieder Beiträge für Kopien fällig oder auch für den Ausflug in den Zoo, ins Kinderkunsthaus oder ins Schullandheim.

Eltern bezahlen das alles in der Regel gerne, wenn auch manchmal mit einem gewissen Ohrenschlackern. Es ist ja für die Kinder. Vorausgesetzt ist dabei natürlich, dass sie es denn bezahlen können. Tausende Münchner Familien aber können sich das nicht ohne Weiteres leisten - und das Geld, das hilfsbedürftige Familien dafür beim Amt beantragen können, reiche hinten und vorne nicht, sagt Petra Reiter von der Initiative "Bunte Münchner Kindl". Etwa 25 Ehrenamtliche kümmern sich deshalb mit ihr darum, dass Kinder alles an Schulmaterial bekommen, was sie brauchen, auch wenn ihre Eltern wenig Geld haben. Ich habe sie in ihrem Lager im Werksviertel besucht, dort arbeiten sie kurz vor Schulbeginn in drei Schichten. 2018 verschenkten sie etwa 2000 gefüllte Schultaschen an bedürftige Kinder. Und sie sind nicht die einzigen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Ausklang der Sommerferien. Wenn Sie mögen, können Sie die Arbeit von Initiativen wie "Bunte Münchner Kindl" unterstützen. Wenn Sie selbst Kinder haben, wünsche ich Ihnen schon jetzt gute Nerven beim Einbinden der Schulbücher. Und wenn dann die Einkaufslisten kommen, dann schnaufen Sie am besten erst einmal durch und trinken einen Kaffee.

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