NSU-Mordserie:Das Münchner Netzwerk des Terrors

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Bundesanwalt ermittelt zu Polizistenmord und Döner-Morden

Vor 20 Jahren: Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens transportierten am 29. August 2001 in Ramersdorf die Leiche eines ermordeten 38-jährigen Mannes ab.

(Foto: Reinhard Kurzendörfer/picture alliance / dpa)

Vor zehn Jahren flog das NSU-Trio auf. Auch in München muss es Helfer und Unterstützer gehabt haben - die sind jedoch bis heute nicht enttarnt. Die Szene ist weiter aktiv.

Von Martin Bernstein

Ein "Netzwerk von Kameraden" seien sie, behaupteten die Rechtsterroristen des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU). Und sie töteten - in München den Ramersdorfer Habil Kılıç am 29. August 2001 sowie Theodoros Boulgarides am 15. Juni 2005 in dessen Schlüsseldienst an der Trappentreustraße. Die Mörder Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos sind seit zehn Jahren tot, die Mörderin Beate Zschäpe sitzt im Gefängnis. 88 Adressen potenzieller Anschlagsopfer hatte der NSU allein in München gesammelt, auf einem Stadtplan mögliche Ziele notiert. Darunter waren Informationen, die nur Ortskundige haben konnten. Boulgarides etwa hatte seinen Laden erst zwei Wochen zuvor eröffnet. Nichts deutete auf den Migrationshintergrund des Inhabers hin. Zwei Tage nach dem Mord sollen zwei Münchner Rechtsextremisten in unmittelbarer Tatortnähe kontrolliert worden sein.

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