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Nockherberg:Politiker-Derblecken wird verschoben

Das Politiker-Derblecken auf dem Nockherberg wird wegen des Coronavirus verschoben. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

(Foto: Stephan Rumpf)

Bis zuletzt hatte Paulaner gehofft, dass wenigstens die Proben vor Publikum stattfinden. Jetzt hat die Brauerei die Veranstaltung verschoben - auf einen unbestimmten Zeitpunkt in diesem Jahr.

Von Andreas Schubert

Die Paulaner-Brauerei wollte ihre Starkbier-Probe, die am kommenden Mittwoch hätte stattfinden sollen, noch irgendwie retten. Wenn schon keine Politiker kommen, sollten zumindest die Vor- und die Generalprobe vor Publikum stattfinden, hieß es zunächst. Am Sonntag aber entschied sich Paulaner dann, vorerst gar nichts aufzuführen und das Politiker-Derblecken auf einen unbestimmten Zeitpunkt in diesem Jahr zu verschieben. Die monatelange Vorbereitung der Mitarbeiter und Künstler solle nicht umsonst gewesen sein.

Die klare Empfehlung des Gesundheitsministeriums und eine Stellungnahme von Oberbürgermeister Dieter Reiter habe aber schließlich zu der Entscheidung geführt, die Salvator-Probe "zum geplanten Zeitpunkt nicht stattfinden zu lassen".

Am Samstag hatte Reiter kritisiert, dass die Proben vor Publikum geplant waren, Politikern aber vom Gesundheitsministerium empfohlen wurde, dem Derblecken besser fernzubleiben. Diese Differenzierung finde er weder aus gesundheitlichen Erwägungen logisch, noch politisch in irgendeiner Weise akzeptabel, so Reiter. Das bayerische Gesundheitsministerium wies anschließend darauf hin, dass sich die Empfehlung des Coronavirus-Krisenstabs für eine Absage des Starkbieranstichs nicht nur an Politiker richte.

Es sei ein Gebot der Vernunft, dass der Starkbieranstich von den Veranstaltern abgesagt oder verschoben werde, sagte ein Sprecher des Ministeriums der Deutschen Presseagentur. Öffentliche Proben vor Publikum solle es ebenfalls nicht geben. Das Starkbierfest am Nockherberg vom 13. März bis 5. April findet aber - Stand Sonntag - statt. Im Vorverkauf waren am Nachmittag noch Tische zu haben.

© SZ vom 09.03.2020/bica
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