Der deutsche Liedermacher Gisbert zu Knyphausen schrieb einmal: „Gegen Fernweh hilft nur das Heimweh.“ Dies ist eine Zeile, die sehr gut beschreibt, wie Shih-Chieh Lu-Jäger sich fühlt: Als Jugendliche wollte sie immer nur weg aus Taiwan, hinaus in die Welt. Als sie dann schließlich mit 19 Jahren der Liebe wegen ging, ist der heute 37-Jährigen bewusst geworden, wie sehr sie ihre Heimat liebt: die Kultur, vor allem aber die Kulinarik. Gekocht hat sie daheim eigentlich nie, war sie doch, sobald sie aus der Haustür trat, umgeben von Restaurants und kleinen Garküchen. „Davor wusste ich nicht, dass das taiwanesische Essen so wichtig für mich ist.“
Taiwanerin über München„Hier zeigen die Menschen einander, wenn sie sich mögen“
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Wenn Shih-Chieh Lu-Jäger nicht gerade kocht, tanzt sie durch ihren Laden.
Robert HaasIn ihrem Bistro kocht Shih-Chieh Lu-Jäger Rindernudelsuppe, das taiwanesische Nationalgericht, nach dem Rezept ihrer Mutter aus Taipeh – mit einem eigenen Twist. Über eine junge Frau, die in München das Beste aus zwei Heimaten verbindet.
Von Jacqueline Lang
