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München heute:SPD stellt Liste für Kommunalwahl auf / Entgleiste Waggons geborgen

In der Spitze wie auch auf weiteren Plätzen bleibt die Münchner SPD im Geschlechter- und Altersverhältnis ausgewogen.

(Foto: Sebastian Gabriel)

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Von Melanie Staudinger

Fast sechs Jahre sind seit der letzten Kommunalwahl vergangen, und seitdem ist die Kommunalpolitik deutlich digitaler geworden. Das war am Samstag wieder einmal zu merken, als die SPD ihre Kandidaten für den neuen Stadtrat nominiert hat. Die Wahl nämlich fand digital statt. Am Eingang bekam jeder Genosse und jede Genossin ein Tablet samt Zugangscode. Um 10 Uhr, am Anfang der Sitzung, gab es eine Erklärung, wie man das Ding verwendet (und dass man mit dem Gerät den Saal nicht verlassen darf, weil es sich sonst abmeldet).

Letzteres führte dazu, dass der gemietete Raum im Gewerkschaftshaus anders als der Bundestag immer recht gut gefüllt war. Innerhalb von knapp zwei Stunden stellte die SPD ihre Stadtratsliste mit 80 Bewerbern auf, die angeführt wird von Oberbürgermeister Dieter Reiter und der aktuellen Fraktionsspitze. Dahinter findet sich ein bunter Mix aus älteren und jüngeren, aus männlichen und weiblichen Kandidaten, aus Politprofis und Quereinsteigern. Eine Aufstellung in so kurzer Zeit ist rekordverdächtig und lag zum einen sicher daran, dass die Genossen sich geschlossen hinter ihrem OB versammelten und den Vorschlag, den er maßgeblich mitgestaltet hatte, nicht ablehnen wollten. Das lag aber auch an der digitalen Technik, die das lästige Auszählen der in die Luft gestreckten Wahlkarten überflüssig macht.

Ganz auf die analoge Welt aber kann auch die SPD nicht verzichten. Denn die Delegierten mussten mit roten Stimmkarten dafür votieren, dass die Tablets überhaupt zum Zug kamen. Außerdem musste die Endabstimmung über die gesamte Liste schriftlich mit Hand und Stift erfolgen. Bis die Genossen also fertig waren und wieder ins echte Leben entlassen wurden, dauerte es dann doch bis halb 2 am Nachmittag.

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