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München heute:Stadt plant fünf "Pop-up-Bike-Lanes" / Vatertag in Corona-Zeiten

Beispielhaft: In der Zweibrückenstraße war eine der beiden Fahrspuren in Richtung Isartor mit Hütchen abgetrennt und nur noch von Radfahrern zu benutzen - eine Demonstration des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC).

(Foto: Robert Haas)

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Von Tabea Huser

In Berlin gibt es sie bereits und Fahrradlobbyisten wie der ADFC und der Bund Naturschutz plädieren seit Wochen für die temporären Radwege. Nun berät auch der Münchner Stadtrat am kommenden Mittwoch über die sogenannten "Pop-up-Bike-Lanes".

Als Folgen der Corona-Pandemie wurden die Autos aus der Stadt verdrängt - oder eher, den Radfahrern wurde mehr Platz geschaffen. In München soll kurzfristig nun auch mehr Platz entstehen, damit Radfahrer den Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten können und um die Infektionsgefahr zu reduzieren. Bisher sind viele Radwege in der Stadt nicht einmal die vorgeschriebenen 1,60 Meter breit. Da bereitet das Überholmanöver meist schon ein Problem. Zudem ist der Radverkehr in den vergangenen Wochen gestiegen. Verglichen mit April 2019 waren in diesem April 20 Prozent mehr Radler unterwegs - und das obwohl viele Münchner im Home-Office waren.

Auf fünf Münchner Straßen soll je eine Autospur gelb angestrichen werden und nur für den Radverkehr nutzbar sein. Das klingt nach einer kleinen Verkehrsrevolution. Die Mehrheit im Stadtrat gilt als sicher, die Grünen und die SPD hatten das Projekt angetrieben. Doch das Pop-up-Prinzip heißt auch, dass die Radwege wieder verschwinden werden, erst einmal sollen sie bis Oktober existieren.

Die Vorstellung einer Stadt voller Radler, die auf eigenen, gelben Straßen unterwegs sind, scheint beinahe utopisch. Dass diese Fiktion nicht so schnell zur Wirklichkeit wird, zeigt eine andere Zahl. Denn in München steigt die Zahl der Autos viel stärker als die Zahl der Einwohner. Die Verkehrshierarchie umzudrehen, ist wohl nicht so einfach.

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