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München heute:Stadt will "Circular City" werden / Prozess um Sturz von Dach der Tutzinger Hütte

Langsam gewöhnt man sich an den Anblick überfüllter Container in München - und auch das Durchbalancieren klappt schon recht gut.

(Foto: René Hofmann/oh)

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Von Heiner Effern

Wie halten Sie es denn mit Ihrem Hausmüll? Immer brav am Trennen? Tonne blau, Tonne braun, Tonne schwarz. Plastik und Flaschen ins Körbchen. Und dann noch der Spaziergang zu diesen Wertstoffinseln, die derzeit tatsächlich aussehen wie Inseln inmitten eines Flaschenmeers, weil jeder seine Sünden der vergangenen Tage wegen Überfüllung einfach davorstellt? So ein ökologisch einwandfreies Leben kann ganz schön anstrengend sein. Aber was hilft es? Die nächste Generation will ja nicht unbedingt in einem Meer aus Plastik baden, das an viel zu vielen Stellen schon Realität ist.

Man kann es also nur begrüßen, wenn die Stadt München einen weiteren Schritt vorwärts macht bei ihrem ohnehin recht vorzeigbaren Müllkonzept. Natürlich hat dieses auch Schwächen; so mancher meint, dass eine gelbe Tonne für Plastik vor jedem Haus mehr brächte als diese hässlichen und trostlosen Container. Dagegen führt die Stadt an, dass noch mehr Lastwagen an noch mehr Tagen durch die Straßen gondeln würden, wegen ihres großen Gewichts mit einem Dieselmotor ausgestattet. Ein alter Streit, hinter dem auch eine Glaubensfrage steckt.

Doch die wurde im Stadtrat nun gar nicht behandelt. Dort ging es um einen offiziellen Aufbruch zu neuen Zielen, die erst einmal sehr ambitioniert klingen. Der Stadtrat will München frei von Restmüll machen und eine Kreislauf-Wirtschaft etablieren, in der wertvolle Rohstoffe so lange wie möglich immer wieder verwendet werden. Das erfordert ein Umdenken im Großen wie im Kleinen, das Kommunalreferat hat dafür eine Kampagne mit einem extravagant gekleideten Model gestartet. Jeder einzelne soll sensibilisiert werden, sich zu beteiligen, auch die Stadtverwaltung selbst hat sich einiges vorgenommen.

Dafür taucht sie ein in eine Welt der Fachwort-Anglizismen, von denen man einige nicht unbedingt als sprachlichen Rohstoff wiederverwenden müsste. Aber das ist ein anderes Thema, machen Sie sich selbst ein Bild!

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