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München heute:"Realer Mietspiegel" könnte Mieter entlasten / Welche Weißwurst ist besonders gut?

Weißwurstprüfung in der Metzgerei Gaßner. An dieser Prüfung dürfen auschließlich Mitglieder der Metzgerinnung teilnehmen.

(Foto: Catherina Hess)

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Was wohl die Mitglieder der Münchner Metzger-Innung denken, wenn ich ihnen meine kulinarische Sünde gestehe? Wenn ich ihnen sage, dass ich - damals noch unbelesen, einfältig und hungrig - eine Weißwurst gebraten(!) habe? Vermutlich nichts Gutes von mir. Denn München und die Weißwurst - das gehört zusammen, das ist Kulinarik, Tradition und Lokalpatriotismus in Einem. Dass man sie niemals nie brät, ist nur eine von vielen ungeschriebenen Regeln. Die wohl bekannteste: keine Weißwurst nach dem 12-Uhr-Läuten.

Tradition ist inzwischen auch die jährliche Weißwurst-Prüfung, zum jetzt 17. Mal hält die Metzger-Innung diese ab. Zwei vierköpfige Teams, zusammengesetzt aus je einem Obermeister einer anderen Innung, einem Gastronomen, einem Tiermediziner und einem Endverbraucher, bewerten insgesamt 24 Weißwurstproben. Zusätzlich gehen jeweils zehn Würste pro Hersteller an ein Labor und werden dort untersucht. Mein Kollege und Gastro-Reporter Franz Kotteder war bei der Prüfung im Markstüberl der Metzgerei Gaßner mit dabei und hat einige Eindrücke und Urteile eingefangen. Etwa dieses hier: "Vom Brät her eine Granaten-Weißwurst!".

In zwei Wochen, wenn die Laborwerte bekannt sind, ist endgültig ermittelt, welche Münchner Weißwurst mit Gold, Silber oder Bronze ausgezeichnet werden. Das "Weißwurst-Mekka" wird dann aber wohl immer noch in Schwaben liegen (SZ-Plus). So heißt die Metzgerei Neumeier bei Google Maps. Warum? Das weiß niemand so wirklich. Aber jeden Donnerstagvormittag kommen Hunderte vorbei zum Weißwurstessen, auch wenn diese sich natürlich nicht "Münchner" nennen darf. Ebersberg scheint ebenfalls ein Weißwurst-Hotspot" zu sein. Von dort stammt unter anderem die Weißwurstkönigin 2018. Und dann ist da noch der Weißwurst-Hotdog, eine Wurst in Laugensemmel mit süßem Senf, den ein Ebersberger Bäcker anbot. Ob das noch schlimmer ist, als sie zu braten? Vermutlich nicht.

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