bedeckt München 25°

München heute:Wie der Hauptbahnhof Corona-frei bleiben soll / Debatte um Bau des neuen Konzerthauses

Zu den Hygienemaßnahmen der Bahn gehört auch, dass alle Oberflächen von Hand desinfiziert werden.

(Foto: Catherina Hess)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Es ist bereits eine Weile her, dass ich am Hauptbahnhof vorbeimusste. Vielen, die wie ich jetzt im Home-Office arbeiten, wird es wohl ähnlich gehen. Bei mir war es ein Freitag Mitte März. Ich kam gerade von einem längeren Urlaub bei meinen Eltern zurück, der ICE war so leer, dass ich mir einen ganzen Wagen mit nur einer anderen Person teilte - Corona war da längst in Deutschland angekommen, die Ausgangsbeschränkungen aber noch nicht in Kraft. Am Hauptbahnhof selbst sah es aus wie immer: Überall wuselte es, den jetzt geltenden Mindestabstand hielt man nicht ein, ans Masken tragen hat da noch niemand gedacht.

450 000 Menschen kommen täglich am Hauptbahnhof vorbei - in Nicht-Corona-Zeiten natürlich. In den vergangenen Wochen waren die Bahnsteige so gut wie ausgestorben. Alle, die konnten, blieben zu Hause. Jetzt, wo das öffentliche Leben langsam wieder Fahrt aufnimmt, ist auch am Münchner Hauptbahnhof wieder mehr los. Auf etwa 50 000 Passagiere pro Tag schätzt Mareike Schoppe, die Bahnhofsmanagerin das Fahrgastaufkommen. Das ist nicht ohne Risiko: Je mehr Menschen wieder dort ein- und umsteigen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, sich dort auch mit dem Coronavirus zu infizieren.

Mein Kollege Andreas Schubert war vor Ort und hat sich angeschaut, was die Bahnhofsmitarbeiter tun, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten: Quasi rund um die Uhr sind Teams im Einsatz, die Geländer, Knöpfe und andere Stellen, die man oft berührt, desinfizieren. Flyer und Prospekte liegen keine mehr aus, auch viele Sitzmöglichkeiten sind abgesperrt. Was noch alles passiert, um auf die zurückkehrenden Fahrgäste vorbereitet zu sein, lesen Sie mit SZ-Plus hier.

DER TAG IN MÜNCHEN

Schwindende Euphorie für Bau des neuen Münchner Konzerthauses Soll der Bau angesichts der Corona-Krise vorangetrieben werden? Im Landtag werden zu dem Projekt kritische Fragen gestellt und sogar grundsätzliche Zweifel geäußert.

Gericht will städtischen BDS-Beschluss kippen Die Stadt stellt der antisemitischen Kampagne keine Räume zur Verfügung - der Verwaltungsgerichtshof sieht dadurch die Meinungsfreiheit unzulässig beschränkt.

Der Rechner schaut, wohin die Studenten schauen Das Coronavirus zwingt die Universitäten, ihre Prüfungen umzustellen - mancherorts kommt neuartige Technik zum Einsatz.

Auto prallt in Sendling gegen Stromkasten und Baum: Fahrer stirbt Der Mann fuhr über eine Verkehrsinsel, prallte gegen einen Stromkasten und krachte dann gegen einen Baum an einer Hauswand. Er starb noch an der Unfallstelle.

MÜNCHEN ERLESEN

MÜNCHEN BRINGT'S

Restaurants in München | Bars in München | Frühstück und Brunch

Zu den Landkreisen: Bad Tölz-Wolfratshausen | Dachau | Ebersberg | Erding | Freising | Fürstenfeldbruck | München | Starnberg

© SZ.de

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite