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München heute:Ein Aktionsplan für Geschlechtergerechtigkeit / Tödliche Schüsse in Starnberg

Frauenparkplätze

In den KVR-Tiefgaragen sollen neue Frauenparkplätze entstehen.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

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Von Max Fluder

Es sind die kleinen Dinge, die manchmal verhindern, dass es vorangeht: Duschen oder Umkleidekabinen etwa. In der Außenstelle Betriebshof Ost des Abfallwirtschaftsbetriebs München (AWM) gibt es beides nicht, zumindest für Frauen. Dementsprechend arbeiten dort auch noch keine Mitarbeiterinnen. Immerhin: Bis Ende 2021 soll sich das ändern, wenn alles nach Plan läuft, sind die Duschen dann installiert.

Dass Frauen nicht gleichgestellt sind, weder wirtschaftlich oder politisch noch sozial, ist natürlich nicht nur eine Sache fehlender Badezimmerapparaturen. Es ist vor allem eine Sache der Mentalität. Deswegen umfasst der Aktionsplan, den die städtische Gleichstellungstelle für Frauen jetzt vorgestellt hat, auch noch 66 weitere Maßnahmen. Darunter sind Quoten für Praktika bei der städtischen IT-Firma "it@M" sowie die Errichtung einer Anlauf- und Beratungsstelle für Lesben. Auch das Stadtarchiv soll mit eingebunden werden: Geplant sind sechs Dokumentarfilme, die auf Leben und Werk von bekannten Münchnerinnen eingehen.

Jede der Maßnahmen in dem Aktionsplan bezieht sich auf einen Artikel aus der "Europäischen Charta für Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene", welche die Stadt März 2016 nicht nur unterschrieben, sondern sich auch dazu verpflichtet hat, die nötigen Schritte festzulegen, um die Ziele der Charta zu erreichen. "Die Maßnahmen sind kleine und große Puzzlesteine, die dazu beitragen, der Gleichstellung näherzukommen", sagt Uschi Sorg, die als Mitarbeiterin der Gleichstellungsstelle für Frauen den Aktionsplan koordinierte und mit meiner Kollegin Miriam Steiner über einzelne Punkte des Plans gesprochen hat. Einige Punkte schreibt sie, richten sich sogar direkt an Männer: In Seminaren sollen diese Rollenbilder reflektieren.

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